Entflammbares Inferno

Sollte wirklich einmal der absolute Ernstfall eintreten, hätten die Feuerwehren aus Mantel und dem umliegenden Orten alles im Griff. Das "flammende Inferno" in der Etzenrichter Straße war schnell gelöscht. Bild: sei
Lokales
Mantel
06.10.2014
8
0

Erst brennt es, und dann werden auch noch Menschen vermisst. Zum Glück war es nur eine Übung.

Um 18.45 heulten am Mittwoch die Sirenen, und schon nach kurzer Zeit war das erste Löschfahrzeug der Feuerwehr Mantel in der Etzenrichter Straße. Den Ablauf hatten Kommandant Siegfried Janner und sein Stellvertreter Martin Göppl gut vorbereitet.

Angenommen wurde ein Garagenbrand beim Anwesen Kick. Zwei Personen galten als vermisst. Als dann weitere Fahrzeuge der Manteler Wehr und die Kollegen aus Weiherhammer eintrafen, stellten sie bei der Erkundung fest, dass sich das zunächst überschaubare Szenario zu einem Inferno ausgewachsen hatte.

Durch die Integrierte Leitstelle wurde schließlich ein "Großbrand auf landwirtschaftlichem Anwesen" gemeldet, und die Leitstelle alarmierte noch die Feuerwehr der Stadt Weiden, Floriansjünger aus Oberwildenau, Hütten, Etzenricht, Trippach und Mallersricht. Es rollten auch das Bayerische Rote Kreuz mit dem Technischen Dienst an sowie ein Fachberater vom THW und die überörtliche Einsatzleitung aus Neustadt.

Bis zur Brücke

Die Etzenrichter Straße war vom Marktplatz bis hinter die Brücke gesperrt. 114 Einsatzkräfte mit ihren 18 Spezialfahrzeugen arbeiteten harmonisch Hand in Hand. Es wurde angenommen, dass sich das Feuer noch auf weitere Anwesen ausgedehnt hat.Überall rauchte und qualmte es. Die Drehleiter der Weidener Feuerwehr kam zum Einsatz, ein Feuerwehrmann sorgte für Wasser aus großer Höhe. Die vermissten Personen wurden von Atemschutzträgern in Sicherheit gebracht und vom BRK übernommen und weiter versorgt. Auf dem Parkplatz der Bäckerei Grünbauer hatte das BRK ein Zelt für die Versorgung der "Verletzten" aufgebaut.

Die Feuerwehrleute legten auch eine Schlauchleitung von der Haidenaab bis zum "Brandort". Weiteres Wasser kam aus den Hydranten und den Tanklöschfahrzeugen. Personenrettung und Brandbekämpfung liefen Hand in Hand. Neben vielen interessierten Einwohnern beobachteten die realistische Übung Kreisbrandrat Richard Meier, Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer und die Kreisbrandmeister Wolfgang Schwarz, Jürgen Haider und Daniel Beaudet.

Allen Zuschauern bot sich durch die Rauchentwicklung, die einsetzende Dunkelheit und die vielen Blaulichter ein sehr realistisches Bild einer größeren Katastrophe. Bürgermeister Stephan Oetzinger überzeugte sich auch von der Schlagkraft der Manteler Wehr und ihrer Kollegen. Der Dank der Feuerwehr galt den Familien, die ihre Häuser und Grundstücke zur Verfügung gestellt hatten.

Brotzeit für alle

Nach diesen action-geladenen eineinhalb Stunden trafen sich die Feuerwehrmänner und alle anderen Einsatzkräfte zur Manöverkritik. Brotzeit und Getränke spendierten die Feuerwehr Mantel und der Markt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.