Fans schwelgen in Erinnerungen

Lokales
Mantel
16.10.2014
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Die Kombination von Wein- und Oktoberfest des Männergesangvereins Mantel war ein voller Erfolg. Der Chor setzte mit der Veranstaltung einen grandiosen Schlusspunkt unter seine Jubiläumsfeiern zum 100-jährigen Bestehen.

Auch die Erwartungen der "Lustigen Buam" haben sich erfüllt. Die Musiker, die vor gut 40 Jahren unter Leitung des legendären Akkordeonvirtuosen Herbert Kraus in vielen Tanzcafés gespielt hatten und für viele Hochzeiten engagiert worden waren, fanden sich nur für diesen Abend wieder zusammen, diesmal unter Leitung von Michael Bertelshofer.

Die Kapelle hat erfolgreich ihre "alten" Fans mobilisiert. Viele, die bereits in den 60er und 70er Jahren zu ihrer Musik getanzt hatten, strömten am Samstag in die Mehrzweckhalle. V. Die Musiker starteten nach der Begrüßung durch MGV-Vorsitzenden Rudi Bayer mit einer Oberkrainer-Runde durch: "Fallerie und Fallera, Gäste sind schon viele da. Es ist so schön, ein Musikant zu sein": Die "Lustigen Buam" haben nichts verlernt. "Es ist, als hätten wir keine 40 Jahre Pause gehabt", bestätigten sie selbst. "Was für ein toller Abend", merkten viele der gut 260 Gäste an. Darunter waren einige Ehepaare, die die Musiker als Hochzeitskapelle engagiert hatten. So auch Hans und Maria Wolfram aus Weiherhammer, die kommendes Jahr den 40. Hochzeitstag feiern. Sie schwelgten wie viele andere Gäste in Erinnerungen und schwoften über die Tanzfläche. "Das aktuelle Foto der Kapelle, wie es im ,Neuen Tag' war, kleb' ich nun auch noch in unser Hochzeitsalbum, kündigte Maria Wolfram begeistert an.

Viele Hits der 50er, 60er und 70er Jahre sangen die Gäste lauthals mit. Mit Herzblut intonierte die Band den Schlager von Bata Illic: "Dich erkenn' ich mit verbundenen Augen". Bei etwas ruhigeren Liedern wie "Ramona" wagten sich auch ältere Paare auf die Tanzfläche.

Der Jubelchor glänzte in einer Pause mit der mexikanischen Serenade. Viel Beifall erntete auch die Chorgemeinschaft aus MGV Mantel und Liederkranz Weiherhammer für "Griechischer Wein" oder "Mit 66 Jahren" von Udo Jürgens. Chorleiter Bertelshofer stand diesmal mit dem Akkordeon vor seinen Männern, die "Lustigen Buam" begleiteten. Die Witwe von Kapellmeister Kraus war mit ihrer Familie ebenfalls unter den Gästen. Sein Bruder Lothar Kraus glänzte dann auch mit einem Solo: "Ich bin der Franz, der Maurerg'sell".

Mit dem "Letzten Walzer" war um Mitternacht noch lange nicht Schluss. Die tanzfreudigen Gäste erklatschten sich noch 30 Minuten lang Zugaben. Dann erst durften Bertelshofer, Roman Karl, Kraus und Reinhold Müller von der Bühne, auf der sie fast ununterbrochen sechseinhalb Stunden gespielt hatten. "Heute Abend war mehr Stimmung als bei jedem Faschingsball", merkte ein Gast an.

"Wenn die Vier wieder spielen, dann kommen wir wieder", versprach ein anderer. "Wir würden ja gern ab und zu ausgehen, aber es wird ja meistens keine Musik gespielt, die uns gefällt, bedauerten einige Senioren im Publikum. "Aber heute war es klasse." "König Fußball" vermisste am Samstagabend in der Mehrzweckhalle niemand, aber auch der kam zu Ehren mit dem Schlager "Gute Freunde kann niemand trennen".
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