Feuerwehr zeichnet treue Aktive und Unterstützer aus - Weniger Förderung durch die Kommune
Sie tragen des Anderen Last

Lokales
Mantel
19.11.2011
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Die Feuerwehr ehrte langjährige Mitglieder für eine stattliche Zahl von aktiven Dienstjahren oder Zugehörigkeit zum Verein. Dazu richtete sie einen Kameradschaftsabend im herbstlich dekorierten Gerätehaus mit einem hervorragendem kalten Buffet aus.

Stellvertretender Vorsitzender Richard Kammerer begrüßte dazu alle drei Bürgermeister: Josef Wittmann, Stephan Oetzinger und Siegfried Janner, der zugleich auch Feuerwehrkommandant ist. Richard Kammerer sagte, dass es besser sei, wenn man den Kameraden, der beim Einsatz neben einem steht, mit all seinen Stärken und Schwächen kenne. "Es gehört aber auch dazu, mal ein einem Tisch zu sitzen und miteinander zu feiern und zu lachen. Aus Kameraden werden dann oft echte Freunde."

Urkunden

Mit den Geehrten ist im Laufe der Zeit eine echte Verbundenheit entstanden. Für 45 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein wurden Werner Stöhr und Max Hofmann geehrt. Die Urkunde für 60 Jahre bekamen Karl Beyer, Max Melchner, Karl Reil, Josef Schwab und Georg Weiß. Für 65 Jahre ernteten Max Heindl, Erwin Klemm und Reinhard Pusch eine Auszeichnung.

Kommandant Siegfried Janner stellte die Frage, was denn die Feuerwehr überhaupt sei. Sie biete eine soziale Stütze, fachlicher Ansprechpartner für Kommune und Landkreis, Retter für Mensch und Tier und überhaupt so etwas wie eine zweite Familie. Urkunden und Nadeln sowie Schnupftabakdosen des Landkreises erhielten für 25 Jahre aktiven Dienst Günter Hirmer sowie für 40 Jahre Horst Meier, Georg Stark und Manfred Janner. Sie bekamen noch zusätzlich eine CD mit der Feuerwehrhymne. Der Kommandant bezeichnete die Geehrten als Vorbilder und Persönlichkeiten.
Stellvertretender Landrat Willi Neuser erklärte, dass es nicht selbstverständlich sei, dass bei einer Ehrung gleich alle drei Bürgermeister anwesend seien. Die Feuerwehr befolge das biblische Sprichwort "Einer trage des anderen Last". Die am Samstag Geehrten denken bestimmt zurück: "Wie war es, als ich damals zur Feuerwehr gegangen bin - nur mit einem Handschlag?", versetzte sich Neuser in die Lage der Jubilare. Die Aufgaben seien wesentlich umfangreicher und viel anspruchsvoller geworden als damals, sagte der stellvertretende Landkreischef.

Bürgermeister Josef Wittmann bezeichnete es als guten Brauch, verdiente Kameraden zu ehren. Er zeigte aber auf, dass die Marktgemeinde Mantel in den letzten drei Jahren 101 000 Euro in die Feuerwehr investiert habe. Das könne sie in Zukunft aber nicht mehr leisten, bedauerte er.

Lob der Jugendarbeit

Kreisbrandrat Richard Meier bezeichnete die älteren Geehrten als Vorbild für die Jugendfeuerwehr. Er freute sich über die starke Jugendgruppe. "Wer keinen guten Stall hat, hat auch kein gutes Vieh", passe auch auf die Feuerwehr, ihre Gebäude und Ausrüstung.
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