Feuerwehrleute treten beim Starkbierfest auf
Was für ein Theater

Mit viel Beifall wurden die Schauspieler der Feuerwehr belohnt. Bürgermeister Stephan Oetzinger (Fünfter von rechts) wurde "verurteilt", die Schauspielerriege zu einem Schnaps in die Bar einzuladen. Richard Kammerer (Dritter von links) glänzte als Angeklagter "Veitl". Bild: sei
Lokales
Mantel
26.03.2015
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Das Gerätehaus war beim 12. Starkbierfest der Feuerwehr Mantel voll besetzt. Mit nur zwei Schlägen zapfte Bürgermeister Stephan Oetzinger das erste Fass an. Für Stimmung sorgte das Krautkopf-Duo aus Roggenstein. Mit Spannung erwartete das Publikum den Aufritt der Feuerwehrleute.

Die Gäste wurden zurückversetzt in die "gute alte Zeit des königlich-bayerischen Amtsgerichts". Als gestrenger Herr Rat wirkte Wolfgang Janner, unterstützt von Gerichtsschreiber Thomas Lindner. Szenenbeifall erntete der Wachtmeister (Harald Dobner). Angeklagt war der Nachtwächter Veitl, gespielt von Richard Kammerer. Kläger war Bürgermeister Stephan Oetzinger, gespielt von Timo Kraus. Der Angeklagte wurde beschuldigt beim Bürgermeister zwei Fenster beschmiert zu haben und neben anderen Schandtaten eine Ruhebank vom Kinderspielplatz in der Kreuzäckersiedlung zum Marktplatz geschleppt zu haben. Außerdem habe er das Gartentürl der Witwe Rosa Wimmer in den Schulhof verschleppt.

Dem Nachtwächter wurde auch vorgeworfen, dass er immer die falsche Zeit ausgerufen habe. Er meldete 22 Uhr, wenn es schon Mitternacht war. Die Begründung des Angeklagten war ein Seitenhieb auf die Nachbargemeinde. "Mei, ich richt' mich halt immer nach der Rathausuhr in Weiherhammer und kann nix dafür, wenn das Ding falsch geht." Kurz vor den Schandtaten war der Nachtwächter vom Bürgermeister entlassen worden, weil eine Straßenbeleuchtung angeschafft wurde und deshalb seine Dienste nicht mehr benötigt wurden.

Als "Zeuge" trat Tierarzt Dr. Hans Weigl, dargestellt von Rene Kress, auf. Für wahre Lachsalven sorgten die Zeuginnen Rosa Wimmer (Hans Reil) und Vroni Blasl (Feuerwehrkommandant Siegfried Janner). Wie in den Fernsehfilmen war auch dem Schlitzohr Veitl hier nicht beizukommen, denn anstelle des "Ökonomierates" zog ihn Altbürgermeister Josef Wittmann (stellvertretender Kommandant Martin Göppl) aus der Patsche. Die Szene löste sich in Wohlgefallen auf, weil Wittmann bestätigte, dass er nach der Kündigung den Veitl als Vizehausmeister der Siedlergemeinschaft eingestellt habe und dieser die Bank vom Spielplatz zum Marktplatz in seinem Auftrag transportiert habe.
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