Funkstille im Schloss

Negative Auswirkungen eines weiteren Verfalls des Schlosses Steinfels auf die Kapelle St. Maria befürchtet Bürgermeister Stephan Oetzinger. Die Kapelle befindet sich im Besitz der Kultusstiftung Steinfels, vertreten durch die Katholische Kirchenstiftung St. Peter und Paul in Mantel. Bild: sei
Lokales
Mantel
04.12.2014
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Der Dornröschenschlaf von Schloss Steinfels geht weiter. Nach dem Verkauf im Jahr 2011 und zahlreichen Terminen mit dem Bruder der Eigentümerin Alicja Schroeter, Adam Nacmanski, herrscht seit dem Jahr 2013 Funkstille. Bürgermeister Stephan Oetzinger ist zunehmend sauer.

Der Rathauschef hat nun das Bauamt des Landratsamtes gebeten, das marode Gebäude zu sichern. Das Geld dafür müsste sich die Kreisbehörde dann wohl von dem Schlossherrn holen. "Die Situation ist äußerst unbefriedigend," ärgert sich Oetzinger. "Das Interesse der Besitzer an ihrem Eigentum scheint von Termin zu Termin mit dem Denkmalamt abzunehmen. Seit knapp einem Jahr haben wir keinen direkten Kontakt herstellen können."

Egal ob Anrufe, E-Mails oder Briefe - die Schlossherren aus Polen, die in Rheinland-Pfalz leben, sind nicht zu erreichen. Oetzinger will nun sicherstellen, dass von der Baufälligkeit des Schlosses keine Gefahr ausgeht, falls jemand auf das Gelände gelangt. Dieses sei zwar Privateigentum und nicht öffentlich, jedoch nicht gegen das Betreten gesichert. Negative Auswirkungen könnte ein weiterer Verfall auch auf die Kapelle St. Maria in Steinfels haben, die sich im Besitz der katholischen Kirchenstiftung St. Peter und Paul in Mantel ergeben könnte. Auch sie hat nichts von Nacmanski oder seiner Schwester gehört. Mit einer Ausnahme: Im August hat Karl Hofmann junior, der Sprecher des Pfarrgemeinderats, von dem Polen in einer kurzen Nachricht das Einverständnis erhalten, wie jedes Jahr dort das Steinfelser Ablassfestes an Maria Himmelfahrt abzuhalten.
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