Geld für Breitband

Lokales
Mantel
28.03.2015
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Obwohl die Steuereinnahmen steigen, bleibt die Haushaltslage angespannt. "Der Etat 2015 steht im Zeichen der Konsolidierung", stellte Bürgermeister Stephan Oetzinger klar.

Nachdem die Gemeinde im November die Hebesätze für die Grundsteuern A und B erhöht hat, kletterten auch die Erträge. Der Einkommensteueranteil erreicht mit 1,16 Millionen Euro einen Höchststand. Das erhöht den Spielraum aber nicht übermäßig. Trotzdem wird der Markt im laufenden Jahr große Projekte anpacken oder die Planungen dafür anstoßen, etwa beim Ausbau des Breitbandnetzes. Fortgeführt wird das Investitionsprogramm für die Spielplätze.

Ein wichtiger Schritt ist die mit 14 400 Euro veranschlagte Studie zur Mehrzweckhalle. "Damit wollen wir eine Entscheidungsgrundlage für die Zukunft dieser Liegenschaft schaffen", erklärte Oetzinger. "Der Haushalt 2015 geht die Probleme des Marktes an, ohne dass wir uns dabei finanziell übernehmen oder über unsere Verhältnisse leben."

Kämmerer Rudolf Jankowski stellte Haushalts- und Investitionsplan vor. Der vorläufige Verwaltungsetat umfasst 4, 3 Millionen Euro, der vorläufige Vermögenshaushalt 1,28 Millionen, was einem Gesamtvolumen von 5,6 Millionen Euro entspricht. Der Schuldenstand pro Einwohner betrug zum Jahresanfang 907 Euro und steigt bis Jahresende auf 989 Euro. Zum Ausgleich des Haushaltsjahres 2015 ist eine Kreditaufnahme von 475 000 Euro notwendig.

Die größten Einnahmeposten sind die Gewerbesteuer mit 400 000 Euro, der Einkommensteueranteil mit 1 160 000 Euro und die Schlüsselzuweisung mit 1 049 000 Euro. Der größte Posten bei den Ausgaben sind 954 500 Euro Kreisumlage. Beim Vermögenshaushalt machen sich der Zuschuss für den Breitbandausbau mit 312 500 Euro und die Zuführung vom Verwaltungshaushalt mit 238 655 Euro bemerkbar.

Nebenetat aufgelöst

Die Auflösung des Nebenhaushaltes "Winteräcker" schlägt beim Vermögenshaushalt mit 475 000 Euro als Ausgabe zu Buche. Für 238 500 Euro werden Kredite getilgt. "Die Aufstellung des Haushaltsplans war ein großes Stück Arbeit", bestätigte CSU- Sprecher Reinhold Meier. "Wir haben viel vor wie den Breitbandausbau und die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges."

SPD-Sprecherin Daniela Fuhrmann wies auf die Verantwortung hin, die Steuergelder sinnvoll einzusetzen. FWG-Fraktionschef Franz Sperl findet im Haushalt erfreuliche und unerfreuliche Zahlen. Den Nebenhaushalt "Winteräcker" aufzulösen und in den Haupthaushalt zu überführen, sei ein richtiger Schritt.
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