Jäger haben mit Verbandsarbeit nichts am Hut
Neuwahl ein großes Dilemma

Lokales
Mantel
29.04.2015
6
0
Die Kreisgruppe Weiden/Neustadt des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) hat ein Problem. In der Jahreshauptversammlung wurden die Neuwahlen zum Dilemma. Nur das Amt des Kassiers konnte besetzt werden. Alle Kandidaten für die Posten der engeren Vorstands lehnten ab.

Vorübergehend wird die Kreisgruppe nun kommissarisch von den bisherigen Amtsinhabern geführt. Insider hatten befürchtet, dass schwere Neuwahlen bevorstehen, da bereits im Vorfeld Vorsitzender Alfons Ermer sowie sein Vertreter Martin Beyer bekanntgegeben hatten, für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung zu stehen. Trotz der positiven Berichte und dem großen Erfolg beim Landesjägertag in Weiden hagelte es nur Absagen.

Auch der bisherige dritte Vorsitzende Stefan Radies sowie der Schriftführer konnten am Samstag in der Mehrzweckhalle in Mantel nicht zum Weitermachen bewegt werden. Alle Vier waren aber bereit, bis zur nächsten notwendigen Wahl kommissarisch weiterzuarbeiten. Wiedergewählt wurden Kassier Hans Lehner sowie die Kassenprüfer Otto Uhl und Günther König. Von den Beiratsmitgliedern lehnte Hundeobmann Wolfgang Röckl aus beruflichen Gründen eine Wiederwahl ab. Da sich kein Ersatz fand, macht auch er kommissarisch weiter. Für die Jungjägerausbildung ist weiterhin Hans Trottmann und für das Frauenforum Kerstin Flessa zuständig.

Harmonisches Team

Als Beisitzer wurden Florian Schlott, Otmar Schmid, Michael Singer, Alfons Schmidt, Günther Böhm und Mirko Bertl gewählt. Wie Vorsitzender Ermer versicherte, seien die Absagen nicht in der Arbeit des bisherigen Vorstands begründet. "Die Zusammenarbeit verlief immer harmonisch." In Gesprächen wolle man versuchen, Kandidaten zu finden.

Vor der Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe hatten die fünf Hegegemeinschaften aus dem Altlandkreis Neustadt ihre Pflichthegeschau durchgeführt. Auf mehreren Tischen hatten die Revierinhaber der Hegegemeinschaften Parkstein, Kohlberg, Neustadt, Luhe-Wildenau und Floß die Trophäen der erlegten Rehe zur Begutachtung aufgereiht. Laut Ermer wurden insgesamt 502 Stück Schwarzwild zur Strecke gebracht und fast 2000 Stück Rehwild erlegt. "Die Jäger haben ihre Hausaufgaben gemacht", betonte der Vorsitzende. Die Jagdhornbläsergruppen Weiden und Windischeschenbach stimmten auf die Versammlung ein.

Über dem Grenzwert

Radies informierte über die Strahlenmessungen bei Schwarzwild, insgesamt waren es 129 bei Wildschweinen. Davon lagen die Ergebnisse bei 25 Tieren über den Grenzwert von 600 Becquerel. Der höchste Wert lag bei 2100. Für Mitglieder kostet die Messung fünf Euro, für Nichtmitglieder neun. Von den im vergangenen Jahr zur Prüfung angetretenen 24 Bewerbern hatten 21 die Prüfung geschafft. Heuer werden 24 Bewerber am Test teilnehmen, informierte Trottmann über die Jungjägerausbildung. Hundeobmann Röckl berichtete über eine Brauchbarkeitsprüfung im Raum Mantel. Beide angetretenen Hunde bestanden. Oft im Einsatz waren die Jagdhornbläsergruppen Weiden/Neustadt und Windischeschenbach, sagten die Leiter Wolfgang Hohlmeier und Otto Uhl.

Bürgermeister Stephan Oetzinger lobte den Einsatz der Jäger, der stellvertretende Kreisobmann des BBV, Karl Bäumler, wünschte sich auch in Zukunft gute Zusammenarbeit, Alois Lukas von den Wald- und Grundbesitzern lobte den Abschuss von Schwarzwild, meinte aber, die Anzahl sei noch immer zu gering.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.