Misstöne wegen Kälte

So lange es nicht zu windig war, genossen die Zuhörer den Sound der Bigband der Nürnberger Zollkapelle. Bild: sei
Lokales
Mantel
31.07.2015
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Harald Puckschamel, der Vorsitzende des Fördervereins St. Moritz, freute sich über viele Zuhörer bei der zweiten Serenade vor der Kirche. Zu Gast war die Bigband der Zollkapelle Nürnberg, die wie versprochen ein "Feuerwerk der Musik" zündete.

Die Nürnberger hatten vor allem Klassiker des Genres im Repertoire, etwa "Strangers in the night" oder "Quando, Quando", mit dem Caterina Valente in den 60er Jahren bekannt geworden war.

Bei der Bigband glänzte Thomas Sacher als Sänger. "Pennsylvania 6-500" ist die Nummer eines Hotels in New York, wo das Glenn-Miller-Orchestra logierte. Die Zöllner erinnerten daran musikalisch. Es gab dabei laute und leisere Töne und einen fetzigen Schlussakkord.

Leidenschaftliche Küsse wurden bei "Besame mucho" gefeiert. Das Saxofonregister des Orchesters glänzte bei einem Billy-Vaughn- Medley. Erfrischend klang auch "Something Stupid".

Genauso gefühlvoll wie einst Nicole forderte Sängerin Andrea Herbert "Ein bisschen Frieden". Bei "Singing in the Rain" hatten sich entgegen dem Liedtext alle Wolken verzogen. Vor der Pause folgte noch ein Medley mit Liedern der 50er Jahre, wo das Publikum begeistert mitwippte und mitsang. Leider frischte der Wind wieder auf, und die Temperaturen fielen dramatisch, die Musiker mussten ihre Noten festklammern. Ab und an wurde schon der Ruf nach Glühwein bei gerade mal noch 15 Grad laut.

Wer in der Nähe wohnte, lief heim und holte sich wärmere Kleidung und Decken - aber leider gingen auch viele Besucher in der Pause nach Hause. So erlebte nur ein Teil des Publikums den Musikgenuss bis zum Ende.
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