Mit "Anita" und "Marina"

Lokales
Mantel
04.10.2014
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Der Manteler Männergesangverein schließt am Samstag, 11. Oktober, die Feierlichkeiten zum "100-Jährigen" mit einem zünftigen Oktoberfest um 18 Uhr in der Mehrzweckhalle ab. Die Organisatoren haben lange überlegt, was sie dem Publikum für ein "Highlight" bieten könnten.

Vorstandsmitglied Max Hirmer kam dann auf die Idee, doch die frühere Tanzkapelle "Die lustigen Buam" aus den 70-er Jahren wieder aufleben zu lassen. Deren musikalischer Leiter war damals der geniale Akkordeon-Virtuose Herbert Kraus. Er ist leider schon verstorben, aber die anderen Bandmitglieder leben alle noch und erfreuen sich bester Gesundheit.

Chorleiter Michael Bertelshofer klemmte sich dann ans Telefon und rief Roman Karl, Lothar Kraus und Reinhold Müller an, ob sie Lust hätten, wieder aufzutreten. "Es ist, als hätten wir 40 Jahre nur drauf gewartet, dass Michael uns anruft", freuten sich die nun fast 70-jährigen Musiker, die meistens nur noch sporadisch bei Musikanten-Stammtischen spielen, aber sonst die Instrumente in die Ecke gestellt haben. Sie waren sofort mit Begeisterung dabei und proben nun fleißig im Übungsraum bei Michael Bertelshofer, der Herbert Kraus mit dem legendären Akkordeon ersetzt. "So ab Ende der 60-er Jahre und vor allem in den 70-er Jahren haben wir sehr viel Tanz- und Unterhaltungsmusik gemacht. Erst gab es zu dritt das bekannte ,Lohbach-Trio', und zu viert wurden dann 'Die lustigen Buam' draus. Wir haben in Mantel auf vielen Festen gespielt, auch bei Faschingsbällen, wie dem Siedlerball und beim ,110-Jährigen' Jubiläum der Manteler Feuerwehr im Festzelt 1977", erinnern sie sich. Auch bei den Hutza-Abenden sorgten sie für Stimmung, und die Nachkriegsgeneration, die damals tanzen ging, kennt die vier Männer wohl aus den verschiedensten Tanzcafés. "Damals spielten ja überall Live-Bands, das gibt es heute kaum mehr", bedauern die Musiker.

Unter anderem waren sie auf dem Kastanienhof in Brünst engagiert und standen bei Veranstaltungen auch zusammen mit prominenten Sängern und Schauspielern wie Erni Singerl oder den Geschwistern Kollmannsberger auf der Bühne. Die vier Musiker mit Gitarre, Bassgitarre, Akkordeon und Schlagzeug hoffen nun, dass sie ihr altes Stammpublikum motivieren können, damit es am 11. Oktober in der Mehrzweckhalle ein "volles Haus" gibt. Auch jüngere Leute wollen sie begeistern.

Geboten werden aktuelle Songs und historische Nummern wie "Anita" oder "Marina". Die vier Musiker haben natürlich auch die schönsten Lieder der Oberkrainer drauf. "Unsere Musik ist handgemacht, da wird nichts aus der Konserve gespielt", bestätigen sie. Vielleicht werden "Die lustigen Buam" in Zukunft wieder öfter zu hören sein.
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