Planer des Staatlichen Bauamts machen keine Hoffnung auf baldige Umgehung
Horror für Straßenbauer

Lokales
Mantel
17.10.2014
0
0
Auch wenn eine Studie klar eine Südumgehung favorisiert, der Weg bis dahin ist noch steinig, machten Fachleute des Staatlichen Bauamts im Marktrat klar. "Dieser Bauabschnitt ist für einen Planer ein Alptraum."

Matthias Kreuz und Johann Baumer erläuterten den Zwischenbericht: "Wir müssen noch einen Wust von Hindernissen überwinden." Die geplante Trasse durchschneidet die Haidenaabauen samt FFH-Schutzgebiet, Vogelschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet und Wasserschutzgebiet. "Wir müssen nachweisen, dass es keine Alternativen gibt", betonten die Straßenbauer.

Ihr Argument: Andere Trassen bringen den Verkehr nicht aus dem Ort. Seit Ende 2007 erfassen die Experten Flora und Fauna. Dazu kommen etliche Gesetzesänderungen.

Manfred Klier (SPD) wollte von den Planern wissen, mit welcher Zeit die Manteler rechnen müssen. Doch die wagten keine Prognosen. CSU-Sprecher Reinhold Meier klang dann auch nicht sonderlich optimistisch: "In einigen Jahren sitzen wir immer noch so da". Franz Sperl von der FWG sah das ähnlich.

Nach Aussage der Bauamtsmitarbeiter muss das Landratsamt sehr viel Geld in die Hand nehmen. "Es geht um Millionenbeträge, denn ohne Brücke wird es nicht gehen, und ein laufender Meter Brückenbau kostet zwischen 25 000 und 30 000 Euro." Die Länge der Brücke sei aber noch nicht abzuschätzen. Auch für die verschiedenen Gutachten hat der Landkreis schon jede Menge bezahlt. Laut Bürgermeister Stephan Oetzinger ist die Ortsnähe der Umgehung wichtig. "Leider müssen wir dafür mindestens 570 Meter durch den FFH-Bereich." Kreuz und Baumer bestätigen, dass die Planungen für die Umgehung von Etzenricht einfacher waren, aber bei der Umgehung von Weiherhammer machte die Querung des Röthenbachtales auch schon Probleme.

"Egal was wir für Gutachten brauchen, der Landkreis macht es", erkannten die Straßenbauer bei den örtlichen Behörden guten Willen. Die beiden Fachmänner versprachen, weiter dranzubleiben, was auch die Hoffnung von Daniela Fuhrmann von der SPD als betroffene Anwohnerin der Hüttener Straße war.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.