Schulden im Sinkflug

Lokales
Mantel
28.11.2015
2
0

Kaum Nachfragen, keine Kritik: Die Manteler scheinen mit der Arbeit ihres Bürgermeisters und des Marktgemeinderats zufrieden zu sein. Dieser Eindruck entstand in der Bürgerversammlung.

Es war eine positive Bilanz, die Bürgermeister Stephan Oetzinger bei der Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle zog. Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Träger der Bürgermedaille, Geistlicher Rat Pfarrer Hermann Kellner, und den ehemaligen Marktgemeinderat Georg Prölß präsentierte Oetzinger den rund 60 Bürgern einen umfangreichen Bericht.

Unter drei Millionen

Besonderes Augenmerk legte der Rathauschef auf die Schulden des Marktes. So habe man den Gesamtschuldenstand seit 2013 von rund 3,3 Millionen Euro auf 3,1 Millionen senken können und zugleich die jährliche Tilgung von 120 000 Euro auf 238 000 Euro erhöht. "Zum Jahresende werden wir die Drei-Millionen-Marke unterschreiten", sagte Oetzinger. Dazu seien weitere Anstrengungen zur Haushaltskonsolidierung notwendig, wie sie bereits durch die Anpassung der Hebesätze der Realsteuern und die Erhöhung der Pachtzinsen für gemeindliche Flächen auf den Weg gebracht wurden.

Positiv unterstrich das Gemeindeoberhaupt, dass es gelungen sei, 200 000 Euro Stabilisierungshilfen für die Schuldentilgung zu bekommen. Zudem erreichte es der Markt, durch die interkommunale Zusammenarbeit mit Eschenbach und Neustadt eine höhere Förderung für die Neubeschaffung eines Feuerwehr-Fahrzeugs zu bekommen.

Mit Blick auf die Arbeiten des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Gemeinden Mantel und Weiherhammer am Anschluss an die "Steinwaldgruppe" führte Oetzinger aus, dass diese Maßnahme in Kürze abgeschlossen werde. "Mit einer Bauzeit von weniger als sechs Monaten haben wir die Wasserversorgung der Verbandsgemeinden neu aufgestellt." Die Kosten der Maßnahme, 1,6 Millionen Euro netto, werden in einer Mischfinanzierung zum Teil aus Verbesserungsbeiträgen, zum Teil über die Wassergebühren finanziert.

Kaum Nachfragen

Im Bereich des Abwassers und der Kanalisation bestehe Handlungsbedarf. Erste Voruntersuchungen seien bereits auf den Weg gebracht. Zufrieden zeigten sich die Bürger, die nur wenige Nachfragen stellten. So führte der Rathauschef auf die Frage nach dem Stand der Ortsumgehung aus, dass umweltschutzrechtliche Untersuchungen am Laufen seien, während parallel die Bodenbeschaffenheit geprüft werde. Wolfhard Erling erfuhr, dass die Ergebnisse der Kanalnetzberechnungen im Bereich Kreuzäckersiedlung in Kürze dem Marktgemeinderat vorgestellt werden sollten.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.