Neue Leitung verbindet Hochbehälter Kellerhaus und Etzenricht
Hahn auf für Wasser ohne Uran

Wasserzweckverbandsvorsitzender Stephan Oetzinger (von rechts) und Stellvertreter Ludwig Biller aus Weiherhammer drehten symbolisch am Rad und gaben die neue Wasserleitung frei. Sie verbindet den Hochbehälter beim Kellerhäusl mit dem der Steinwaldgruppe in Etzenricht. Bild: sei
Politik
Mantel
04.01.2016
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Der Zweckverband für Wasserversorgung Mantel-Weiherhammer hat eine neue Wasserleitung in Betrieb genommen. Sie verbindet den Hochbehälter des Wasserzweckverbandes Mantel-Weiherhammer beim Kellerhaus mit dem der Steinwaldgruppe in Etzenricht.

Ein halbes Jahr habe man für die Realisierung benötigt, sagte Zweckverbandsvorsitzender Stephan Oetzinger. Auch Trippach ist mit angeschlossen. Das Wasser wird allein durch den Druck befördert. Notwendig wurde die Maßnahme wegen der Uranbelastung im Brunnen drei sowie der hohen Nitratwerte der Brunnen eins und zwei. "Außerdem hätten die Brunnen saniert werden müssen, was noch teurer gewesen wäre als der Bau der Wasserleitung."

Größter Abnehmer


Der Zweckverband ist nun der größte Abnehmer der Steinwaldgruppe mit einer Jahresmenge von 340 000 Kubikmetern, was etwa zwei Drittel des gesamten Wasserbedarfs von Mantel und Weiherhammer entspricht. Der Rest sprudelt aus dem im Lindach gelegenen Brunnen vier, der im kommenden Jahr saniert wird.

Die finanzielle Belastung der Abnehmer sei im Vergleich zu ähnlichen Baumaßnahmen äußerst moderat, bestätigte auch Baurat a.D. Manfred Meier vom Wasserwirtschaftsamt. Oetzingers Stellvertreter Ludwig Biller aus Weiherhammer schloss sich dem Manteler Bürgermeister an. Wasserwart Peter Koppmann erklärte den Gästen der Inbetriebnahme die neue EDV-Technik am Computerbildschirm.

"Das Wasser ist nahezu nitratfrei", informierte Meier. Lob gab es auch für die Baufirma. "Der Wasserzweckverband Mantel-Weiherhammer ist für die nächsten 50 Jahre gut aufgestellt."

Der Zweckverband habe mit dieser Maßnahme auch für die wohl nun öfter vorkommenden heißen und trockenen Sommer vorgesorgt, sagte Regierungsdirektor Dr. Alfred Scheidler. "Man muss nachhaltig denken", ergänzte der Vertreter des Landratsamtes. Bernhard Eigner, Geschäftsleiter der Steinwaldgruppe, mahnte, dass die Wasserversorgung in kommunaler Hand bleiben müsse. Herbert Käs vom Ingenieurbüro Kohl und Partner lobte alle am Bau Beteiligten, da immer wieder kurzfristig Entscheidungen getroffen werden mussten. "Alles hat wunderbar funktioniert." Wasserwart Peter Koppmann musste oft zu Baustelle, sein Kollege Michael Göppl habe ihm den Rücken freigehalten, lobte Oetzinger.
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