42 Jahre im aktiven Dienst – Trauer um Max Heindl
Leben für Feuerwehr

Max Heindl. Bild: hfz
Vermischtes
Mantel
08.06.2016
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Der Markt Mantel trauert um Max Heindl. Er starb am Sonntag im Klinikum Weiden. Am Pfingstsonntag hatte er noch mit seiner Frau Thekla in der Moritzkirche das seltene Fest der diamantenen Hochzeit gefeiert. Pfarrer Armin Spießl sagte vor gut zwei Wochen noch beim Gottesdienst: "Nichts kann diese Ehe mehr angreifen - sie ist unzerstörbar geworden." Die gesamte Familie feierte noch ein wunderschönes Fest.

Doch nun hat der Tod das Ehepaar getrennt. Max Heindl, geboren 1928, war bis zum Renteneintritt Betriebstechniker im Hüttenwerk Weiherhammer. Er lebte aber auch für seinen Verein. Heindl trat 1946 mit 18 Jahren der Feuerwehr Mantel bei, wurde 1950 zum Löschmeister und 1952 zum Oberlöschmeister befördert. Von 1954 bis 1980 stand er als Kommandant an der Spitze.

Von 1960 bis 1978 war Heindl Kreisbrandmeister, und von 1978 bis 1988 unterstanden ihm als Kreisbrandinspektor für den Bezirk Neustadt-West 37 Feuerwehren. Die Manteler Floriansjünger ernannten ihn zum Ehrenkommandanten. Der Landkreis Neustadt verlieh ihm die Würde des Ehrenkreisbrandinspektors. Der Verstorbene war Träger des Steckkreuzes, eines Feuerwehr-Ehrenabzeichens, das ihm vom Innenministerium verliehen wurde. Bürgermeister Stephan Oetzinger, selbst aktives Mitglied der Feuerwehr, bedauert: "Mit Max Heindl verlieren wir einen weit über die Grenzen von Mantel hinaus bekannten und verdienten Feuerwehrmann.

"42 Jahre lang hat er im aktiven Dienst weit mehr als seine Pflicht gegenüber seinen Mitbürgern getan", sagte Oetzinger. Um Heindl trauern neben Ehefrau Thekla eine Tochter, zwei Söhne und fünf Enkelkinder. Der Verstorbene hatte gehofft, im August die Geburt des ersten Urenkels noch zu erleben - dieser Wunsch wurde ihm nicht erfüllt.

Die älteren Feuerwehrkameraden die mit ihm die aktive Zeit verbracht haben, kennen noch seinen gewohnten Ausspruch: "Einmal muss Ruh' sein." Neben der Feuerwehr Mantel verlieren auch die Siedler ein engagiertes Mitglied. Dort übte Heindl viele Jahre das Amt des Spritzmittelwartes aus. Nach dem Trauergottesdienst am Donnerstag um 14.30 Uhr in der katholischen Pfarrkirche ist Beisetzung auf dem Friedhof.
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