Besondere Ehrung für Hans Kreiner
"Merci" für 60 Jahre Mesner

Hans Kreiner (Dritter von rechts) erhielt einen Tag nach seinem 80. Geburtstag von Pfarrer Andreas Ruhs (rechts) eine Ehrung für 60 Jahre Mesner-Dienst. Bild: sei
Vermischtes
Mantel
16.01.2016
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Einen Tag nach seinem 80. Geburtstag verrichtete Hans Kreiner wie üblich seinen Mesner-Dienst in der evangelischen Kirche. Den Gottesdienst gestaltete der evangelische Posaunenchor. Pfarrer Andreas Ruhs sagte in der Predigt: "Die Gaben und Fähigkeiten, die die Einzelnen erhalten haben, sollen sie im Dienst für andere und in der Gemeinde einsetzen." Dies war ein Hinweis auf eine besondere Ehrung für Kreiner.

Er erhielt von der Kirchengemeinde eine große Tafel "Merci" und einen Gutschein für die Thermenwelt. Außerdem bekam er eine Ehrenurkunde von der Fachgruppe "Kirchner" (Verband evangelischer Mesner in Bayern) für 60 Jahre Mesner-Dienst. Wie Ruhs ausführte, hat Kreiner in den letzten 12 Jahren nur ein einziges Mal am Sonntag gefehlt. "Da musste ich ihn überreden, an der goldenen Konfirmation seiner Frau teilzunehmen", sagte der Pfarrer. Und bei Ruhs Vorgängern Paulsen , Sommermann und Leonhard sei es nicht anders gewesen. Kreiner ist Mesner in der dritten Generation. Seit 1878 leistete sein Großvater Michael Kreiner den Mesner-Dienst und seit 1925 Vater Fritz Kreiner . In den 50er Jahren half Hans schon seinem Vater.

Ruhs dankte ihm, dass er den Kirchhof sauber hält, Schnee räumt, die Kerzen anzündet und aufpasst, dass der Pfarrer für den Gottesdienst richtig gekleidet ist. Wenn ein Gemeindemitglied stirbt und Kreiner die "Sterbeglocke" läutet, zündet er in der Sakristei Kerzen an und betet für den Verstorbenen. Bis 1975 musste er die Glocken mit der Hand läuten und 48 Stufen hochsteigen, zur "Zeitmessung" wurde das Vater Unser gebetet.
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