Energie-Förderprogramm
Bonus für intelligente Energie

Vermischtes
Mantel
15.02.2016
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Der Freistaat unterstützt private Bauherren und Hausbesitzer bei einer energetischen Maßnahme für selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser. Diplomingenieur Mathias Rösch erläuterte bei einer Veranstaltung in Mantel die Vorteile des Förderprogramms.

Zur Präsentation des 10 000-Häuser-Programms gewannen Reinhold Meier, Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes, und Bürgermeister Stephan Oetzinger den richtigen Mann. Der Energie-Bonus Bayern ist seit 15. September im Angebot und kann sowohl beim Heizungstausch als auch beim Bau für ein "Energie-System-Haus" kombiniert mit Programmen des Bundes in Anspruch genommen werden. Die Förderung beträgt zwischen 1000 und 18 000 Euro. Im Brennpunkt stehen innovative Lösungen für die Erzeugung, die Speicherung und das intelligente Management von Energie. Für die nächsten vier Jahre beträgt das Gesamtvolumen der Förderung in Bayern 90 Millionen Euro.

Technik-Bonus winkt


Rösch, der auch als Geschäftsführer des Energietechnologischen Zentrums der Nordoberpfalz (etz) fungiert, führte aus, dass sich das 10 000-Häuser-Programm in die beiden Teile "Energie-System-Haus" und "Heizungstausch" untergliedert. Technik-Bonus und Energieeffizienz-Bonus unterstützen die Bauherren und Hausbesitzer, die ihr Haus bauen oder sanieren wollen. Voraussetzung für eine Förderung ist die Erreichung des KfW-Effizienzhaus-Niveaus 55 bei Neubauten sowie 115 bei einer umfassenden Sanierung.

Der Technik-Bonus wird bei Neubauten für den Einsatz intelligenter Heiz- und Speichersysteme gewährt, die die Speicherung von Energie ermöglichen und über eine intelligente Steuerung verfügen. Beim Einbau einer Wärmepumpe mit Wärmespeicher und intelligentem Energiemanagement beläuft sich der TechnikBonus auf 2000 bis 2500 Euro. Beim Bau einer Photovoltaikanlage mit Speichersystem wird eine Förderung von 2000 bis 8000 Euro gewährt. Für eine Solaranlage mit Wärmespeicher gibt es 1000 bis 9000 Euro.

Für den, der zusätzlich in die Erhöhung der Energieeffizienz seines Gebäudes investiert, um sein Heiz- und Speichersystem besser wirken zu lassen, winkt eine weitere Förderung. Wer sein altes Haus zu einem Acht-Liter-Haus saniert, erhält bis zu 3000 Euro zusätzlich. Baut man sein neues Haus gleich als 1,5-Liter-Haus, mit einem Wärmebedarf von weniger als 15 Kilowatt-Stunden pro Quadratmeter, kann man mit 9000 Euro zusätzlich rechnen. Für den Energie-Bonus beim Heizkesseltausch muss die Altanlage zwischen 25 und 30 Jahre alt und noch funktionsfähig sein. Der Heizanlagen-Bonus beträgt bis zu 2000 Euro. Weitere 500 Euro erhält, wer die neue Heizung mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung koppelt. Ist die Anlage auch zur Heizungsunterstützung geeignet, steigt der Betrag auf 2000 Euro.

Plus für den Bürger


Der Experte wies darauf hin: "Durch die Kombination des Energie-Bonus mit den Bundesprogrammen entsteht ein Plus für die Bürger. Wer sich für eine dieser Lösungen entscheidet, sollte erfahrene Heizungsfachbetriebe und Energieberater vor Ort suchen. Sie können die Heizung fachgerecht tauschen und bei der Beantragung des Heizanlagen-Bonus und weiterer Fördermittel behilflich sein."
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