Friedhof der Marktgemeinde Mantel im Wandel
Neue Trends und alte Werte

Neben den Urnenwänden- und Gräbern sollen künftig auch Röhren und Säulen als letzte Ruhestätte dienen. Bild: sei
Vermischtes
Mantel
08.11.2016
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Ort der Ruhe und Veränderung: Der Friedhof der Marktgemeinde Mantel hat sich in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt - nicht nur durch die Hand von Experten. Nun gibt es auch neue Möglichkeiten zur Bestattung.

Mantel. (sei) Das Entfernen der Hecke, die den alten vom neuen Friedhof trennte, läutete die Umgestaltung des Innenbereiches ein. 2013 folgte eine Auflockerung der Friedhofsordnung. "Die bis dahin strengen Regeln bezüglich der Gestaltung von Grabanlagen wurden deutlich gelockert, was zu mehr gestalterischer Freiheit der Grabnehmer führte," betont Bürgermeister Stephan Oetzinger. Viele Bürger hätten die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung bereits genutzt.

"Große Besucherzahlen"


In diesem Jahr wurde nun der Außenbereich um die Friedhofsmauer neu angelegt. Zudem wurde die Mauer hin zur Weidener Straße grundgereinigt. Neue Bänke und die Sanierung alter sollen zum Verweilen auf der Friedhofsanlage einladen. Aufgrund der "großen Besucherzahlen" sei die Fiedhofstoilette tagsüber nun durchgehend geöffnet. Neuerungen gibt es auch bei den Bestattungsmöglichkeiten: Im Sommer 2016 hat der Marktgemeinderat seine Zustimmung gegeben, um sogenannte Urnensäulen und Urnenröhren anzuschaffen.

Neue Grabstätten


"Wir erleben schon seit Jahren einen deutlichen Trend hin zur Feuerbestattung, teilweise fast 60 Prozent aller Beerdigungen werden mit dieser Bestattungsform vollzogen," erklärt Oetzinger. Dem wollte der Marktgemeinderat durch neue Grabstätten Rechnung tragen. Neu ist dabei auch, dass nur noch verrottbare Urnen auf dem gesamten Friedhofsgelände verwendet werden dürfen.

Der Hintergrund sei ein ganz einfacher: "Ein Holzsarg verrottet bis zum Ende der Liegezeit, sodass eine erneute Belegung des Grabes ohne weiteres möglich ist. Eine Urne aus nichtverrottendem Material bleibt für immer," betont der Rathauschef.

Auch bei den Gebühren des Friedhofs gebe es in den kommenden Jahren Bewegung: Da Friedhöfe zu den sogenannten "kostendeckenden Einrichtungen" einer Kommune zählen, steht auf Anraten der Staatlichen Rechnungsprüfung eine Neukalkulation der Gebühren an. Damit hat der Markt den Kommunaldienstleister "Kubus GmbH" beauftragt. Das Ergebnis wird für Ende 2016 erwartet.
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