Gemeinderat diskutiert über Baugebebiet Schloßäcker
Kein Luftschloß auf Schloßäcker

Hinter dem Netto-Markt, an der Gemeindeverbindungsstraße in Richtung Kellerhäusl, entsteht auf der linken Seite das Baugebiet Schloßäcker. Es wird von der Parksteiner Straße eingegrenzt. Während FWG und SPD von der Lage nicht so begeistert waren, sprachen sich die CSU-Räte dafür aus. Bild: sei
Vermischtes
Mantel
03.03.2016
101
0

Als zu schmal sehen es die einen, als Mittel gegen den demografischen Wandel die anderen. Das geplante Baugebiet Schloßäcker erhitzte die Gemüter des Gemeinderates.

Mit 25 möglichen Parzellen soll es hinter dem Netto-Markt etnstehen. Das Gebiet läuft entlang der Verbindungsstraße Richtung Kellerhäusl bis zur Parksteiner Straße. Bernhard Weigl (SPD) war über das Baugebiets erschrocken, das mit 200 Metern relativ schmal sei.

Auch Rätin Daniela Fuhrmann missfiel die Lage. Friedrich Janner (FWG) gefiel das Areal auch nicht. Seiner Meinung nach gebe es passendere Flächen, dieses sei zu groß. Reinhold Meier (CSU) sieht das anders. "Es führt nur eine Ortsverbindungsstraße vorbei." In Mantel gäbe es Anfragen von Bauwilligen im zweistelligen Bereich.

Schnell am Ziel


"Wir wirken so dem demografischen Wandel entgegen, weil wir damit junge Familien in den Ort bekommen", ist Siegfried Janner (CSU) überzeugt. "Wer nicht bei uns baut, der baut in Weiherhammer oder Etzenricht", fuhr er fort. Als vorteilhaft bezeichnete Johann Gurdan (CSU) die kurzen Wege zu Discounter, Schule und Kinderhaus. "Wir wachsen in der Fläche, aber nicht in der Einwohnerzahl", reklamierte Friedrich Janner. Dies widerlegte Bürgermeister Stephan Oetzinger. Zur veröffentlichten Einwohnerzahlen käme noch amerikanische Mitbürger und Zweitwohnsitze hinzu, was über 3000 Einwohner ergebe.

Auch Richard Kammerer (CSU) beklagte, dass viele Manteler weggezogen seien, weil es keine Bauplätze gab. Das Argument von Franz Sperl (FWG), dass der Kanal für die Kreuzäckersiedlung und Weidener Straße schon jetzt bei Starkregen nicht ausreiche, entkräftete der Bürgermeister mit dem Vorschlag eines Trennsystems.

Fuhrmann wünschte sich von der Bundespolitik ein Programm mit finanziellem Anreiz, damit auch mal der Abriss eines alten Hauses und ein Neubau attraktiv werden. Die CSU setzte sich mit acht Stimmen gegen SPD und FWG durch. Der Rat beschloss die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Schloßäcker. Architektenverträge werden mit dem Büro 2 G Architekten abgeschlossen.

Einigkeit herrschte beim Haushaltskonsolidierungskonzept. Für die laufende Periode des Leader-Programms der Staatsregierung waren für einen Generationenpark 120 000 Euro eingeplant. Der Umfang reduziert sich, so dass der Ansatz auf 85 000 Euro sinkt. Der Verwaltungsetat der Grundschule reduziert sich um 2000 Euro.

Die Schule soll LED-Leuchten bekommen. Das bringt ab 2017 Einsparungen von 2800 Euro jährlich. Vertragsänderungen bei den Kfz-Versicherungen des Fuhrparks des Marktes bringen Einsparungen von 450 Euro im Jahr. Der Haushaltsansatz des Spielplatzprogramm wird auf 7500 Euro jährlich reduziert. Nach der Erweiterung der Urnenwände werden die Kosten neu kalkuliert. Ab 2017 steigen die Gebühren, da der Friedhof mit einem Defizit betrieben wird. Wegen der Gewährung von Mitteln der Stabilisierungshilfe verabschiedete der Rat ein Haushaltskonsolidierungskonzept.
Wir wachsen in der Fläche, aber nicht in der Einwohnerzahl.Friedrich Janner, FWG
Weitere Beiträge zu den Themen: Stephan Oetzinger (28)Schloßäcker (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.