Jahreshauptversammlung der Freien Wähler
Wie ein Finger in der Landschaft

Vermischtes
Mantel
18.04.2016
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Fraktionssprecher Franz Sperl informierte in der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler im Gasthaus "Hauptmann" kurz über das Geschehen im Marktrat. 90 Prozent der Beschlüsse würden einstimmig gefasst. "Aber mit dem Baugebiet Schloßäcker waren wir nicht einverstanden."

FWG-Vorsitzender Friedrich Janner erinnerte an die vielen Veranstaltungen im vergangenen Jahr. Dazu zählten das Enten-Rennen im Ferienprogramm sowie die Schatzsuche und das Geschicklichkeitsspiel beim Bürgerfest. Ein Höhepunkt sei die Hobby-Kunstausstellung in der Mehrzweckhalle gewesen. Zum 25-jährigen Gründungsjubiläum am 19. November gibt es einen Festakt in der Mehrzweckhalle.

Den Kassenbericht verlas Alfons Heindl. Kassenführer Harald Dobner hatte ein Plus erwirtschaften können. Sperl erklärte, warum die Freien Wähler das Baugebiet Schloßäcker abgelehnt hatten. "Es sieht wie ein Finger in der Landschaft aus." Richtung Turnhalle hätte Mantel auch erweitert werden können. "Die Landwirtschaft stößt ohne Puffer an das Baugebiet, das bringt bestimmt Probleme mit sich, vor allem wenn Gülle ausgefahren wird".

Unendliche Geschichte


Sperl befürchtet, dass der Kanal trotz Trennsystem doch erweitert werden müsse, was wieder Kosten für alle Bürger bedeute. Die Pro-Kopf-Verschuldung liege trotz Haushaltskonsolidierung immer noch über dem Landkreisdurchschnitt. "Probleme wird es mit der Sanierung der alten Schule und der Mehrzweckhalle geben." Sperl befürchtet Kosten im siebenstelligen Bereich. Positiv bewertet er die Ansiedlung der Seniorenwohngemeinschaft und die Einsparung beim Kauf des neuen Feuerwehrautos. Die Ortsumgehung von Mantel sei eine "unendliche Geschichte". Sperl sei sich nicht sicher, was zuerst fertig werde, der Flughafen in Berlin oder die Umgehung.

FWG-Kreisvorsitzende Gabriele Bäumler gab einen Überblick über Ortsvereine und Kreisverband. Die Handelsabkommen TTIP, CETA und TISA stoßen auf öffentliches Interesse. Hier sei die Vorgehensweise nicht demokratisch und es werde Geheimniskrämerei betrieben. Die Freien Wähler wollen ein Volksbegehren erwirken. Zu der Thematik, ob die Stromtrassen wirklich in dem Umfang nötig sei, gebe es am 25. April um 19.30 Uhr in der "Wirtschaft" in Altenstadt eine Infoabend.

Nur 50 000 Euro


Kreisrat Karl Lorenz griff das Thema Ortsumgehung auf. Im nächsten Jahr soll das Planfeststellungsverfahren anlaufen. Im Kreishaushalt seien dafür 2016 nur 50 000 Euro eingestellt. Erst ab 2019 würden die Beträge höher. "Leider setzen nur wir Deutschen die EU-Gesetze so penibel um", bedauerte Lorenz. Nicht nur die deutschen Naturschutzgesetze, sondern auch die EU-Richtlinien würden verstärkt für Probleme beim Straßenbau sorgen. Die Freien Wähler hätten dem Kreishaushalt nicht zugestimmt, weil die Kassen voll seien. Auch die Forderung, die Kreisumlage um zwei Punkte zu senken, sei abgelehnt worden.
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