Publikum erklatscht sich mehrere Zugaben beim Konzert des Schirmitzer Teeniechors
Mit Tränen zu kämpfen

Tine Steinhauser überzeugte mit Liedern aus "Sister Act". Bild: sei
Vermischtes
Mantel
21.01.2016
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Chorleiter Wolfgang Ziegler hat an Mantel Kindheitserinnerungen. Deshalb freut es ihn immer wieder, wenn er mit seinem Teeniechor aus Schirmitz in der katholischen Pfarrkirche auftreten kann. In den Ferien sei Ziegler oft bei seiner Tante Maria und Onkel Karl gewesen. Zudem singen fünf junge Damen und Herren aus Mantel im Teeniechor mit - teilweise seit zwölf Jahren.

Das erste Stück "Glory to God almighty" und die spätere Zugabe "September" nahm der Bayerische Rundfunk auf. Am Sonntag, 14. Februar, wird der Film um 16 Uhr ausgestrahlt. Die Lieder "Blessed holy Jesus", "Order my steps" und "In your arms" führten zurück zu den Ursprüngen des Chores.

Gute Stimmung


"Higher and higher" stieg auch die Stimmung des Chores und des Publikums mit dem Song. Gut gefiel "die Rose", bei dem es nur eine instrumentale Einleitung von der Band gab und der Chor das Stück dann a capella zu Gehör brachte. Das Lied enthält einige Lebensweisheiten, unter anderem auch: "Und wer sein Leben lang immer Angst hat vor dem Sterben fängt nie zu Leben an. "Von Guten Mächten" wurde bereits über 70 Mal vertont und von den Schirmitzern neu interpretiert. Sehr lebendig und in Spanisch, Englisch und Deutsch intonierte der Chor "Santo", ein argentinisches Volkslied. An den Kultfilm "Sister Act" erinnerte das Lied "Hail holy queen". Beim nächsten Gospel "Lean on me" traten Lisa-Marie und Katharina als Solistinnen in Aktion, unterstützt von Sängerkollege Johannes Brem. Eine Verbindung mit Jesus sollte "Operator" herstellen.

Dann folgte "Sister Act Teil 2" mit "Shout". Hier vertrat Solistin Tine Steinhauser Whoopie Goldberg meisterlich. Reizvoll war das Spiel zwischen Solistin und den einzelnen Stimmgruppen. Das Stück kam spritzig und locker rüber, aber es erforderte vom Dirigenten und dem Chor die volle Aufmerksamkeit.

"Thinking out loud" war ein Song, den der Chor Sängerin Linda als Überraschung bei der Hochzeit gesungen hatte. Das Lied "Ave Maria" war, wie Ziegler erklärte, der vor zwei Jahren tödlich verunglückten Sängerin Melli gewidmet. Hier kämpften einige Sänger mit den Tränen. "Children of Peace" war ein Plädoyer für den Frieden in der Welt und den Mut, selbst etwas dafür zu tun.

Chor nicht entlassen


Mit "Time after time" wollte sich der Teeniechor eigentlich verabschieden, aber es gab so lange Beifall, bis die Sänger noch ein "Bayerisches Hallelujah", "Ain't no mountain" und mit Fingern schnippend "Sexteen tons" drauflegten. Doch das begeisterte Manteler Publikum wollte den Chor immer noch nicht entlassen, und es hörte noch "September".

Den Teeniechor begleiteten Jenny Spitzner am Klavier, Sieglinde Ziegler mit Querflöte, Flo Bösl an der Bassgitarre und Werner Riedel am Schlagzeug. "Nun ist aber Schluss", sagte Wolfgang Ziegler. Er wies darauf hin dass im Ensemble einige Studenten mitsingen, die am selben Abend noch bis München oder Würzburg fahren mussten. "Was Sie leisten, ist großartig", lobte Pfarrer Armin Spießl Chorleiter Wolfgang Ziegler.

Zu den Sängern sagte er: "Ich importiere euch nach Mantel, aber da wird mein Kollege Thomas Stohldreier nicht einverstanden sein." Weil es sich um ein Benefizkonzert für die Sanierung der katholischen Kirche handelte, bat Ziegler um Spenden. Die etwa 300 Konzertbesucher gaben 1 690,60 Euro. Pfarrer Spießl dankte Harald Schumann und seiner Tochter Marina, die das Konzert mitorganisiert hatten. Durch das Programm führte Antonia Vogl.
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