Am Wochenende Egerlandtag in Marktredwitz
Stolz auf aktiven Nachwuchs

Der neue Bundesvüarstäiha Volker Jobst mit dem Programm des Egerlandtages vor dem Brunnen am Kulturhaus. Bild: fphs
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Marktredwitz
17.05.2017
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Der Bund der Egerländer Gmoin lädt fürs Wochenende nach Marktredwitz ein. Das Motto lautet "70 Jahre nach der Vertreibung - Jugendarbeit heute".

Egerland-Jugend und Bund der Egerländer Gmoin haben Gäste aus ganz Deutschland und darüber hinaus eingeladen. Der Egerlandtag beginnt am Freitag um 16 Uhr mit einem Empfang durch Oberbürgermeister Oliver Weigel. Seit 1973, als in Marktredwitz das Egerland-Kulturhaus gebaut wurde, treffen sich die Mitglieder der Egerländer Gmoin aus ganz Deutschland alle zwei Jahre in Marktredwitz. Warum die beiden Treffen nun künftig miteinander stattfinden, erläuterte Volker Jobst, seit vergangenem Jahr Bundesvüarstäiha der Egerländer Gmoin, am Mittwoch bei einem Pressegespräch. Er unterstrich dabei, dass es den Egerländern nicht an Nachwuchs mangle. Bundesweit seien etwa 400 junge Menschen mit Egerländer Wurzeln in der Egerland-Jugend organisiert. Und schließlich kommt auch Jobst aus der Egerland-Jugend. Elf Jahre war er ihr Bundesvorsitzender.

Auf Mai verlegt


Im vergangenen Jahr löste Jobst Alfred Baumgartner als Vüarstäiha der Egerländer Gmoin ab. Fand der Egerlandtag bisher immer in der ersten Septemberwoche statt, so habe man ihn jetzt eben auch mit Rücksicht auf den Nachwuchs in den Mai verlegt, um den Ferien aus dem Weg zu gehen. Dem Empfang am Freitag folgt um 18 Uhr die Eröffnung der Sonderausstellungen "Das Weiße Gold des Egerlandes" und "Geschenkte Kunst" im Egerland-Kulturhaus. Am Samstag um 9.30 Uhr beginnen die Wettbewerbe der Egerland-Jugend in der Alexander-von-Humboldt-Mittelschule. Um 13 Uhr gedenken die Egerländer mit einer Kranzniederlegung auf dem Friedhof der Stadt Marktredwitz ihrer Toten.

Im Festzelt


Am Samstag um 14.30 Uhr eröffnen Bundesvüarstäiha Volker Jobst und Bundesjugendführerin Christina Diederichs das Festwochenende. Festredner ist Landtagsabgeordneter Martin Schöffel. Das Festzelt am Angerplatz ist ab 18 Uhr geöffnet. Um 19.30 Uhr beginnt ein Volkstumsabend "Egerländer Notenbüchl" der Egerland-Jugend. Zum Ausklang spielt dann wieder die Gartenberger Bunkerblasmusik. Der Sonntag beginnt um 9.30 Uhr mit einem katholischen Festgottesdienst mit Weihbischof Dr. Josef Graf, Monsignore Karl Wuchterl und Geistlichem Rat Hans-Josef Bösl. Musikalisch umrahmt die Egerländer Blaskapelle Waldkraiburg den Gottesdienst. Anschließend laden die Egerländer zum Tanzen und Singen der Egerland-Jugend am Brunnen beim Kulturhaus ein. Der Festakt beginnt am Sonntag um 13.30 Uhr im Festzelt. Festrednerin ist Staatsministerin Emilia Müller. Daran schließt sich ein Heimattreffen im Festzelt an.

Kulturhaus und MuseumSeit Jahrzehnten gilt Marktredwitz als die "heimliche Hauptstadt" der Egerländer. Treffen sich doch hier seit den 70er Jahren alle zwei Jahre Heimatvertriebene aus ganz Deutschland und darüber hinaus zum Egerlandtag. 1973 wurde das Egerland-Kulturhaus eingeweiht. Träger dieses Hauses ist eine Stiftung, der der Bund der Egerländer Gmoin und die Stadt Marktredwitz angehören. 1997 wurde ein Erweiterungsbau für 7,65 Millionen Mark eingeweiht. Im Jahr 2000 wurde das Museum wiedereröffnet. Seit dem Jahr 2015 läuft die energetische Sanierung und Modernisierung des Hauses für rund zwei Millionen Euro. Der Staat Bayern steuert hier 1,2 Millionen bei. (fphs)
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