Auseinandersetzung eskaliert: Versuchtes Tötungsdelikt oder Notwehrhandlung stehen im Raum
24-Jährige sticht ihren Lebensgefährten nieder

In einer Wohnung in diesem Mehrfamilienhaus in Maxhütte-Haidhof eskalierte in der Nacht zum Montag ein Streit, bis Blut floss: Eine 24-Jährige auf stach auf ihren 26-jährigen Freund ein und verletzte ihn lebensbedrohlich. Die Frau wurde noch am Tatort fest genommen. Sie hatte selbst die Polizei alarmiert. Bild: Hösamer
Lokales
Maxhütte-Haidhof
09.02.2015
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Lebensgefährliche Verletzungen erlitt ein 26-Jähriger, der in der Nacht zum Montag (9. Februar) von seiner Lebensgefährtin niedergestochen wurde. Der Mann wurde in eine Regensburger Klink gebracht, dort konnten die Ärzte seinen Zustand stabilisieren. Der 26-Jährige sei außer Lebensgefahr, teilte das Polizeipräsidium Regensburg am Montag nachmittags mit. Der genaue Hergang liegt noch im Dunkeln.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand gerieten der 26-Jährige und seine 24-jährige Lebensgefährtin in der Nacht zum Montag gegen 3.30 Uhr in Streit. Die Auseinandersetzung wurde in der gemeinsamen Wohnung in Maxhütte-Haidhof zunächst lautstark mit Worten ausgetragen. Allerdings muss der Streit in dem Mehrfamilienhaus irgendwann so weit eskaliert sein, dass die Frau offenbar zu einem Werkzeug griff und damit ihrem Lebensgefährten eine lebensbedrohliche Stichverletzung beibrachte. Was genau die Tatwaffe war, dazu äußerte sich die Polizei bislang nicht. Die 24-Jährige verständigte selbst die Polizei. Sie wurde nach Angaben des Präsidiums noch am Tatort festgenommen und wurde zur Kriminalpolizei Amberg gebracht.

Dort liefen am Montag die Vernehmungen. Die Kripo ermittle wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts gegen die Frau, teilte ein Polizeisprecher mit, aber auch eine mögliche Notwehrhandlung der 24-Jährigen werde in Betracht gezogen. Noch am frühen Montagnachmittag waren Ermittler vor Ort und sicherten Spuren.

Vor den Haftrichter

Die 24-Jährige soll am Dienstag (10. Februar) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Amberg dem Haftrichter vorgeführt werden. Zu den Hintergründen der Tat in dem Mehrfamilienhaus bedürfe es weiterer Ermittlungen, teilte das Polizeipräsidium mit.
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