Zwei Tote, zwei Schwerverletzte

Der blaue Seat kam nach dem schweren Unfall neben der Straße auf dem Dach zum Liegen.
Lokales
Maxhütte-Haidhof
22.10.2015
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Die Fakten sind erschütternd: Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 15 an der Kreuzung Birkenhöhe starben zwei Frauen. Zwei weitere Autofahrerinnen mussten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Vor Ort bot sich ein fürchterlicher Anblick. Die völlig deformierten Autos ließen vermuten, wie heftig es gekracht haben muss. Die Feuerwehren Ponholz, Pilsheim und Winkerling waren mit 60 Mann vor Ort, das Rote Kreuz rückte mit vier Rettungswagen und drei Notärzten an. Außerdem kam ein Seelsorger.

Außer Lebensgefahr

Die zwei Frauen, die am Dienstagabend ums Leben kamen - beide aus Maxhütte-Haidhof -, befanden sich laut Polizei auf dem Weg in die Nachtschicht. Die 41-Jährige, die am Steuer eines Audi A 6 saß, bog um 22.25 Uhr im Stadtteil Ponholz von Maxhütte-Haidhof kommend nach links in die B 15 ein. Die Ampel war zu dieser Zeit ausgeschaltet. Burkhard Feuerer von der Polizeiinspektion Burglengenfeld erklärte, dass für die Audi-Fahrerin ein Stoppschild gegolten hätte. Die 41-Jährige übersah an der Kreuzung B 15/SAD 5 einen vorfahrtsberechtigten Seat Cordoba, der in die rechte Seite des A6-Kombi krachte, der Seat überschlug sich und landete auf dem Dach in einem Feld. Durch den Aufprall drehte sich der Audi und schleuderte auf die Gegenfahrbahn. Dabei wurde der Pkw ein zweites Mal, von einem aus Richtung Regensburg kommenden Ford, gerammt. Er wurde von einer 59-Jährigen gesteuert, die sich dabei schwere Verletzungen zuzog.

Die Audi-Fahrerin und ihre 34-jährige Beifahrerin wurden in ihrem Fahrzeugwrack eingeklemmt und verstarben noch an der Unfallstelle. Die 27-jährige Fahrerin des Seat und die 59 Jahre alte Fahrerin des Ford mussten mit Rettungsfahrzeugen schwerverletzt in Regensburger Krankenhäuser gebracht werden. Laut Feuerer von der Polizei sind sie nicht mehr in Lebensgefahr. Alle vier Frauen stammen aus dem Landkreis. An den drei Fahrzeugen entstand Totalschaden, die Polizei schätzt ihn insgesamt auf rund 20 000 Euro. Im ersten Alarm hatte es geheißen, ein Auto brenne, was sich dann aber als nicht zutreffend erwies.

Obduktionen stehen an

Zur Klärung des Unfallhergangs wurden ein Gutachter hinzugezogen und die Autos sichergestellt. Außerdem stehen noch Obduktionen aus. Deshalb betonte Feuerer auch, dass der "Unfallhergang noch vorbehaltlich" sei. Die Straße war bis Mittwochmorgen um 3 Uhr gesperrt, der Verkehr wurde von Feuerwehrkräften umgeleitet.

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Bildergalerie im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/unfall-ponholz
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