Ostermarsch auf dem Radl
Auf Achse für Frieden und Abrüstung“

Mit dem Radl machten sich die Ostermarschierer auf den Weg von Maxhütte-Haidhof nach Burglengenfeld. Rechts Organisator Willi Rester. Bild: rid
Politik
Maxhütte-Haidhof
30.03.2016
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"Auf Achse für Frieden und Abrüstung", lautete das Motto des "Ostermarsches" der Deutschen Friedensgesellschaft am Samstag im Städtedreieck. Die Radfahrer starteten in Maxhütte-Haidhof und steuerten die Rathausplätze in Teublitz und Burglengenfeld an.

(rid/nt) Bei den Kundgebungen protestierte die überschaubare Zahl von Teilnehmern gegen Rüstungsexporte und forderten die Bekämpfung der Fluchtursachen. "Die Flüchtlingsströme sind die Folgen von Konflikten, für die auch wir verantwortlich sind", betonte Organisator Willi Rester.

Der Ostermarsch im Städtedreieck ist der einzige in der Oberpfalz. Die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsgegnerInnen (DFG-VK) organisierte ihn hier zum zehnten Mal. Willi Rester wies in Maxhütte-Haidhof auf die Kriegsvorbereitungen in den Oberpfälzer Truppenübungsplätzen hin. Hier würden die Soldaten sowohl der Bundeswehr als auch der US-Streitkräfte auf ihre unmittelbaren Einsätze vorbereitet. Rester sprach sich dafür aus, diese landschaftlich reizvollen Gegenden dem Militär zu entziehen und der Bevölkerung zurück zu geben. Bei der Friedensandacht in der evangelischen Segenskirche in Maxhütte ermunterte Pfarrer Philip Alexander Theiß die Friedensradler, in ihrem Engagement nicht nachzugeben.

In Teublitz kritisierte Marian Janka (VVN) die geplante Aufstockung des Rüstungshaushalts um 130 Milliarden Euro. Dem UN-Flüchtlingshilfswerk fehlen 4,5 Milliarden Euro, um den syrischen Flüchtlinge eine minimale Perspektive in den Flüchtlingslagern zu geben. "Die Bundeswehreinsätze der letzten 25 Jahre waren wirkungslos, nirgends gibt es dauerhaften Frieden und stabile zivile Gesellschaften." Keine Frage für Janka, wo das Geld besser angelegt wäre.

In Burglengenfeld sprach sich Claudia Averibou (DFG-VK) für zivile Konfliktbearbeitung aus. Alle erfolgreich gelösten Konflikte der vergangenen 50 Jahre seien nicht mit militärischen, sondern mit zivilen Mitteln gelöst. Sie verdeutlichte dies am Beispiel Nordirland und Südafrika. Zum Abschluss wies Rester noch auf die nächste Aktion der DFG-VK hin. Am 7. und 8. Mai soll mit einer Radtour entlang der Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels ein Stück Heimat erfahren werden.

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Weitere Informationen:

www.dfg-vk-bayern.de/oberpfalz
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