Schwere Schäden in Maxhütte-Haidhof
Dach fliegt weg

Dieses Dach wurde in Maxhütte-Haidhof von einem Unwetter am Sonntagabend weggerissen. Bild: bk-media
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Maxhütte-Haidhof
31.05.2016
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Ansbach/Maxhütte-Haidhof. (dpa/we) Schwere Unwetter und Überschwemmungen haben in der Nacht zum Montag mehrere Orte in Bayern verwüstet. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und das Rote Kreuz waren im Dauereinsatz. Laut Deutschem Wetterdienst hatte sich die durchziehende Gewitterfront vor allem über Unter- und Mittelfranken sowie zur Donau hin über Kelheim und Landshut in Niederbayern entladen.

Besonders große Schäden gab es laut Feuerwehr im Flachslander Ortsteil Sondernohe (Kreis Ansbach). "Das ist ein Ort der Verwüstung", berichtet ein Feuerwehrmann. Das von den Hängen herabschießende Wasser sei als breiter Strom durch den Ort gerauscht. Die Wassermassen hatten Autos mitgerissen und Verkehrsschilder wie Streichhölzer umgeknickt. "In dem Ort hat das Wasser in der Nacht zum Teil bis zu einem Meter hoch gestanden", sagt der Helfer. Im benachbarten Obernzenn (Kreis Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim), wo die Regenmassen die Zenn über die Ufer treten ließen, wurde neben vielen Häusern auch eine Turnhalle überschwemmt. In Hohenthann (Kreis Landshut) fiel während der Unwetternacht so viel Regen in einer Stunde wie an keiner anderen Messstelle des DWD. 65 Liter pro Quadratmeter prasselten am Abend in der niederbayerischen Gemeinde herunter. Der Monatsdurchschnitt für den Mai beträgt in Bayern 90 Liter.

Haus zur Hälfte abgedeckt


In der Oberpfalz ist besonders Maxhütte-Haidhof (Kreis Schwandorf) betroffen. Im Ortsteil Deglhof wurde ein Haus fast zur Hälfte abgedeckt, die Bewohner blieben unverletzt. Ein Alex-Zug mit über 150 Fahrgästen fuhr außerdem bei Maxhütte-Haidhof gegen eine auf die Gleise gestürzte Baumkrone. Die Passagiere wurden aus dem Zug evakuiert, in einem nahe gelegenen Bauernhof untergebracht und später mit Bussen zum Hauptbahnhof nach Regensburg gebracht. Der Zugführer habe laut Polizei sofort gebremst, als er den Baum erkannte.

Das wechselhafte Wetter geht auch nach Auskunft von NT/AZ-Wetterexperte Andy Neumaier in den kommenden Tagen weiter. Neben einem kräftigeren Regengebiet am Mittwoch werden bis ins Wochenende vor allem an den Nachmittagen immer wieder einige lokale Schauer auftreten. Unwetter seien aber nicht zu erwarten. Dazwischen scheint vor allem vormittags auch länger die Sonne. Zum Wochenende hin steigen die Temperaturen wieder auf schwüle 23 bis 27 Grad an.
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