Wanderausstellung in Maxhütte-Haidhof
"Noch schlägt das Herz des Iran"

Barbara Beck (vorne, links), Kreisvorsitzende von Amnesty International, eröffnete mit Claudia Averibou die Wanderausstellung, die auch (hinten von links) Stadtrat Eduard Schäfer, stellvertretenden Landrat Arnold Kimmerl und Landrat Thomas Ebeling interessierte. Bild: hfz
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Maxhütte-Haidhof
04.07.2016
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Frauen sind im Iran durch Sondergesetze in ihren Freiheiten eingeschränkt. Für die Justiz ist es daher um einiges leichter gegen sie und ihr Engagement für Menschenrechte vorzugehen. Und doch sind gerade Frauen das Herz der Menschenrechtsbewegung im Iran. Mit einer Ausstellung "Noch schlägt das Herz des Iran" im Mehrgenerationenhaus in Maxhütte-Haidhof wird deren langjähriges Engagement nun gewürdigt, heißt es in einer Mitteilung.

Barbara Beck von Amnesty International, Kreisgruppe Schwandorf, eröffnete im Beisein von Landrat Thomas Ebeling, stellvertretenenden Landrat Arnold Kimmerl und Eduard Schäffer vom Stadtrat Maxhütte-Haidhof die Wanderausstellung über Menschenrechte im Iran. In ihr werden 19 Frauen und zwei Männer porträtiert, die sich in vielfältiger Weise für die Menschenrechte engagieren, zum Beispiel im Zentrum für Menschenrechtsverteidiger, geründet von der Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi, im Komitee der Menscherechtsreporter oder bei den Müttern des Laleh-Parks.

Im Iran drohen Menschenrechtsaktivisten, Journalisten sowie friedlichen, gewaltlosen Demonstrantinnen auch langjährige Haftstrafen unter anderem wegen Teilnahme an illegalen Versammlungen, Propaganda gegen das System, Missachtung von Polizeibefehlen, Teilnahme an Konferenzen in Berlin oder Annahme von Menschenrechtspreisen. Bei den Prozessen werden internationale Rechtsstandards missachtet, Folter ist üblich.

Da der Iran mit dem Atomabkommen wieder die internationalerBühne betrete, rief Beck Teilnehmer von politischen oder wirtschaftlichen Delegationen auf, bei den Besprechungen das Thema Menschenrechte nicht zu vergessen.

Die Ausstellung kann bis 10. Juli zu den Öffnungszeiten des Mehrgenerationenhauses besichtigt werden. Führungen sind mit Willi Rester, Telefon 09471 / 950085 zu vereinbaren. Da Amnesty Schwandorf ausschließlich ehrenamtlich arbeitet, ist eine rechtzeitige Anmeldung nötig. Für den Ausstellungskatalog ist eine kleine Spende erwünscht. Die Ausstellung wandert anschließend in den Bürgertreff Burglengenfeld.
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