Atemlos durch die Nacht

"Typisch blond" wirbelte das Weiberballett über die Bretter der Bühne. Versteht sich, dass vor allem die Männerwelt nicht mit Applaus geizte. Bilder: gis (3)
Lokales
Mehlmeisel
20.01.2015
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Die Mehlmeiseler Helenesia belässt es bei ihren Prunksitzungen nicht bei Tänzen und Gardemärschen. Bürgermeister und Nachbarn müssen auch so manchen Witz über sich ergehen lassen. Aber das taten sie auch heuer gerne.

Zusammengezählt stehen FG-Helenesia-Präsident Günther Daubner und sein Vize Harald Prokisch seit 66 Jahren auf der Bühne, eine echte Schnapszahl also, wie sie zum Fasching passt. In all den Jahrzehnten haben sie wer weiß wieviele Garden begrüßt, vorgestellt und verabschiedet, launige Reden gehalten, Küsschen verteilt, das Publikum zum Mittun motiviert und die Fäden in der Hand gehalten - so wie auch bei Sitzungen am Wochenende in der Turnhalle.

"Atemlos durch die Nacht" tanzten und wirbelten die Garden in neuen glitzernden Kostümen und bunter Vielfalt über die Bühne. Und in bestem Miameisslerisch wurde über den Bürgermeister, die Gemeinde, die Nachbarn und den Rest gewitzelt.

Den fröhlichen Reigen der über 80 Aktiven - die Bühne wäre fast zu klein gewesen - eröffnete die talentierte Jugend mit ihrem Gardetanz, gefolgt von acht Pipi Langstrümpfen, den Helenesia-Minis, die sich sofort in die Herzen des Publikums hinein tanzten.

Echte Hingucker waren der Junioren-Gardetanz und der Jugend-Schautanz - der die Zuschauer mitnahm in das traumhafte Märchen von 1001er Nacht - ebenso wie der Gardetanz der "Ü15" und das Männerballett. "So sind wir eben" präsentierten sich die Junioren sehr selbstbewusst. Und in ihrem Schautanz bereiste die Helenesia die halbe Welt. "Typisch blond" gab sich das "Weiberballett".

Wie im Vorjahr widmeten sich Steffi Herrmann und Marco Ehlich, professionell als betagte Rentnerinnen Kathl und Mare - und - mit dem jungen Nachwuchstalent Korbinian Bauer als Mehlmeiseler Dreigestirn (Bauer, Jungfrau, Preiß) - großen und kleinen Alltagsproblemen. Und da brauchte die Kathl kein Facebook um zu wissen, wo ihre Freunde sind: nämlich auf dem Friedhof. Die Frage, wo denn der Bürgermeister sei, konnte das Trio beantworten: Na, am Woldhaus, dau gibt er an Waschbär d'Flasch'n. Und wenn bei all den Wortklaubereien zwischen Dialekt und hochdeutscher Sprache aus dem Carport ein Abort wird, braucht es wohl nicht viel Fantasie, um zu ahnen, welche Verwirrungen dabei entstehen.

Auch in diesem Jahr hatte die Faschingsgesellschaft illustre Gäste eingeladen: die ShowGaMu Veitsbronn samt Tanzmariechen und Showtanzpaar, die Soul City Dancers aus Hof, die ManiaX und die Feger Funken Mainleus.

Die nächste Prunksitzung ist am Samstag, 24. Januar, um 20 Uhr im Mehrzwecksaal in Brand. Karten im Vorverkauf bei Birgit Dmitrow, Telefon 09272/335.
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