Charles hat nichts zu sagen

Ein Glücksschuss: Noch kommen die beiden Luchskinder nur ganz selten aus ihrer Höhle. Aber in den nächsten Wochen werden sie sich den Besuchern wohl immer häufiger zeigen.
Lokales
Mehlmeisel
18.07.2015
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Im Mehlmeiseler Wildpark geht's zu, wie im Bienenstock. Die alten Hasen wie Hirsch Ludwig bekamen zuletzt neue Gefährten. Der neueste Star ist aber gar kein Wildtier.

Wer gehört denn da zu wem? Margit und Resl scheint das egal zu. Die beiden Wildschwein-Bachen achten nur darauf, dass die Kleinen satt werden. "Eine echte Patchworkfamilie mit 26 Frischlingen" lacht Wildparkbetreiber Eckard Mickisch. Er sei ganz begeistert von deren sozialen Verhalten. Doch das ist nicht die einzige Gemeinschaft im Gelände: Kalle, der Fuchs, der auf Bananenchips steht und Dachs Erich, der am liebsten Rehfleisch frisst, sind miteinander aufgewachsen und leben in schönstem "Burgfrieden". Zu dem Duo hat sich nun noch eine Brandente gesellt.

Eine stattliche Schar bevölkert mittlerweile den Wildpark, ständig kommen neue Tiere hinzu. Schon seit langem behaupten sich Platzhirsch Ludwig und Junghirsch Leopold, die morgens gerne ein erfrischendes Bad im Teich nehmen. Jedes der drei Alttiere hat heuer ein Kalb bekommen. Für ein Leckerli zeigen sich die Waschbären gerne den Besuchern. Die Gäste haben zudem "eine 95-prozentige Chance, bei den Führungen auch die Wildkatzen zu sehen", verspricht Mickisch. Ein Rehbock und zwei Geißen grasen friedlich in der Morgensonne. Ein Eichhörnchen spitzt aus dem Kobel. Schaf Anton und die Ziegen warten auf's Streicheln, Kuscheln und Knuddeln. Jeweils ein Pärchen Wild-, Nonnen-, Grau- und Kanadagänse sind neu. Das Birk- und Auerwild ist am Brüten. Und im und um den Wildpark wimmelt es vor Kaninchen.

Und was ist aus den kleinen Luchsen geworden? "Sie sind bei ihrer Mutter und werden gesäugt", sagt Mickisch. Anfangs waren es nur Minuten am Tag, an denen die Babys unter den Augen von Diana ihre Kinderstube verlassen durften. In den nächsten Wochen werden sie immer mehr Zeit außerhalb der Höhle verbringen und sich auch zu Führungs- und Fütterungszeiten zeigen. Wer viel Glück hat, kann sie jetzt schon morgens und abends sehen, wenn sie die Luchsin vor die Tür lässt. Über eine Livecam am Steg können die Besucher die kleinen Luchse weiter in ihrer Höhle beobachten. Vater Charles hat die Drei zwar fast ständig im Auge, "mischt sich aber nicht ein" sagt Eckard Mickisch. Und wenn Charles sich nähert, stellt sich Diana vor ihre Jungen".

Und noch einen Neubürger gibt's im Wildpark, dessen Charme sich kaum einer entziehen kann: Einen etwa acht Wochen alten Dackel und ständigen Begleiter Eckehard Mickisch": "Hannes, kommst Du?" Und Hannes kommt - oder auch nicht.
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