Der Heilige Geist als Navi

Lokales
Mehlmeisel
29.06.2015
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"Besiegelt - nicht abgestempelt: Weil Gott uns annimmt, so wie wir gerade im Leben stehen." Mit diesen Worten eröffnete Pfarrer Josef Fischer die Firmung in der Pfarrkirche St. Johannes. Er wünschte den Firmlingen, "dass ihr heute ein Stück weit ein ,Ich bin für Dich da' oder ein ,Ich mag dich, wie du bist' spürt".

Domkapitular Prälat Peter Hubbauer spendete 20 Jugendlichen aus Mehlmeisel, 18 aus Fichtelberg und 7 aus Warmensteinach das Sakrament der Firmung. Mitzelebranten des feierlichen Gottesdienstes waren außerdem Pater Joseph aus Oberwarmensteinach sowie die Diakone Rudolf Hoffmann und Franz Lautenbacher.

Die besinnlich-fröhlichen Lob- und Preislieder - Solisten waren Katharina Glaser (Gesang) und Wolfgang Glaser (Orgel, Klavier) - passten zur festlichen Stunde und zu den tiefgehenden, und doch bodenständigen Worten, die Prälat Hubbauer, an die Firmlinge richtete.

"Welche Geräte haben Autos serienmäßig?" Das Rätsel, das er den Firmlingen am Anfang seiner Predigt stellte, war schnell gelöst: "ein Navi". Wer ihm nicht folge, komme vom rechten Weg ab, das Gerät aber führe ihn zurück - so wie Gott auch mit uns verfahre, ohne dass wir uns dessen bewusst würden, sagte der Seelsorger.

Vorbild sein

Auch der Heilige Geist zeige die Richtung und sei jetzt, programmiert in den Firmlingen, das beste Navigationssystem für ein gelingendes Leben. Die Gefahr, auf die schiefe Bahn zu geraten, sei heute viel größer als vor 30 Jahren. Deshalb legte er den Eltern und Paten ans Herz, Vorbilder im Glauben zu sein und, Werte vorzuleben: "Das Geländer dazu sind die zehn Gebote."

Nachdem der Prälat, der während der Firmung an jeden Jugendlichen ein persönliches Wort richtete, die Andachtsgegenstände gesegnet hatte, bedankte sich Pater Joseph bei ihm, allen Mitwirkenden sowie bei Diakon Rudolf Hoffmann und Rainer Traßl für die Vorbereitung der Firmlinge.

Die "Firm-Reise" war der erste Besuch des Domkapitulars in der Pfarrgemeinde. "Das war meine zehnte Firmung in diesem Jahr" erzählte er, fünf weitere kämen noch hinzu. "Ob er vielleicht einmal Bischof werde", fragte eine Besucherin des Gottesdienstes. "Nein, nein", lachte Hubbauer. "In zwei Jahren gehe ich in Pension."
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