Ein Narr kommt selten allein

Lokales
Mehlmeisel
24.01.2015
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Mit 66 Jahren ... haben Günter Daubner und Horst Prokisch richtig viel Faschingserfahrung. Seit 1981 bilden die beiden die Spitze der Helenesia Mehlmeisel. Klar, dass beide viel zu berichten haben.

(gis) "Und jetzt ein dreifach donnerndes ,Mehlmeisel Helau'." Wie oft haben Helenesia-Präsident Günther Daubner und sein Vize Horst Prokisch die Narren bei Prunksitzungen mit dem Schlachtruf zum Mittun motiviert? Wie viele Orden haben sie verliehen, wie viele Küsschen verteilt? Ganz zu schweigen von der Arbeit für die Vorbereitung, von der kein Gast etwas sieht. Daubner und Prokisch stehen der Helenesia seit 33 Jahren vor, gemeinsam blicken sie auf 66 Jahre Bühnenerfahrung. Im Fasching bietet es sich an, eine solche Schnapszahl zur Rückschau zu nutzen

T-Shirt und Hotpants

Bevor er zum Präsidenten aufstieg, war Daubner fünf Jahre Stellvertreter des ersten FG-Präsidenten Ernst Gust. Viele Garden, Hunderte Tänzer haben er und Horst Prokisch in den Jahrzehnten erlebt. "Damals tanzten wir noch in weißen T-Shirts und schwarzen Hotpants, bis wir Geld zusammen hatten für hübsche, glänzende Kostüme", erinnert sich die langjährige Kassiererin und Gardemädchen fast der ersten Stunde, Birgit Dmitrow, und zeigt auf ein Foto in der Chronik, die Daubner seit den Anfangstagen penibel führt.

Günther Daubner gibt seine gesamte Freizeit für die Mehlmeiseler Tanzsportgarde und Faschingsgesellschaft. "Er ist ihr Herzstück, ihr Motor. Ohne ihn geht nichts", heißt es im Verein. Bei ihm wirke es ganz einfach, Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern zu organisieren. Hier mache sich seine Erfahrung bezahlt, schließlich war er bereits Juror bei bundesweiten Wettbewerben. Für seinen Einsatz nahm er schon den Goldenen Till und weitere hohe Auszeichnungen des Bundes-Karneval-Verbandes und auch der Gemeinde in Empfang.

Logisch, dass Freizeit für den Beamten an der JVA in Bayreuth ein Fremdwort ist. "Stimmt", sagt Tochter Ramana, selbst Gardetänzerin, Trainerin und Betreuerin, ebenso wie ihre Schwester Christina. "Wir sind eine Faschingsfamilie und in den Fasching quasi hineingeboren." Denn zusammen mit seiner Ehefrau Sigrid war Günther Daubner 1981/82 auch das erste Prinzenpaar - ein paar Monate später dann auch ein Ehepaar.

Opa und Gemeinderat

Auch Horst Prokisch, ebenfalls mit hohen Auszeichnungen bedacht, war in all den Jahrzehnten überall da, wo man ihn brauchte, unter anderem als Tänzer im Männerballett, erinnert sich Birgit Dmitrow. Sie stellt zudem sein besonderes handwerkliches Geschick heraus. "Beide ergänzen sich hervorragend in ihren Ämtern." Wenn er sich nicht um den Fasching kümmert, dann setzt sich Daubner für seine Gemeinde ein, als Gemeinderat und stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender. Als Opa ist er für Enkelin Marie-Luise da. "Ihr seid einfach Spitze", ist schon ein geflügeltes Wort, mit dem sich der Präsident und sein Vize bei den Mitwirkenden bedanken. Zum Schnaps-Jubiläum drehten die den Spieß nun um.
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