Friedliche Übernahme

Die Minis führten im Rathaus ihren Pippi-Langstrumpf-Tanz auf. Samt passendem Kostüm.
Lokales
Mehlmeisel
14.11.2014
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Kaum hat sich der neue Bürgermeister Franz Tauber im Rathaus so richtig eingelebt, gibt der den Hausschlüssel wieder ab. Die Faschingsgesellschaft Helenesia eroberte ihr neues Domizil im Sturm.

"Irgendwie ist es heuer anders im Saal", wunderte sich der Präsident der Faschings- und Tanzgesellschaft Helenesia, Günther Daubner, beim Rathaussturm augenzwinkernd. Er wusste aber auch gleich den Grund: "Ach ja, es war ja Bürgermeisterwahl. Franz Tauber hat so viele Stimmen bekommen und den Chefsessel eingenommen. Nun gibt er das Geld mit vollen Händen aus. Für die ,Schwarzen' ist das ein Graus", kritisierte er schmunzelnd. Auch um den ehemaligen Bürgermeister macht sich der Präsident Gedanken: "Er ist weg und spielt Theater, beim Brandner Kasper den Heiligen Vater."

Der "Sturm" machte nicht viel Wind, denn Tauber "rückte für dieses Haus, den Rathausschlüssel kampflos heraus - und noch dazu in Gulden, die gesamten Gemeindeschulden. Jetzt regiert die Narrenschar für viele Tage, keiner denkt an Krise- und Finanzplage", machte sich der Gemeindechef keine Sorgen. Frischer Wirbelwind allerdings wehte durch das Rathaus, als die Helenesia mit ihrem Präsidenten, dem Elferrat, Senatoren, großen und kleinen Aktiven in den Saal zog, wo sie viele Gäste erwarteten und mit großem Applaus begrüßten. Dann holten Gardemädchen mit unwiderstehlichem Charme das Gemeindeoberhaupt und die Räte in die fröhliche Runde. "Weil sie ihn gar so gut können", zeigten die Minis vorab schon mal ihren viel beklatschten Pippi-Langstrumpf-Tanz und heizten damit die Vorfreude auf die "fünfte Jahreszeit" an.

Über 90 Akteure, laut Günther Daubner "so viele wie nie zuvor", werden bei den Prunksitzungen am 17. und 18. Januar in der Turnhalle in Mehlmeisel und am 24. Januar in der Mehrzweckhalle in Brand ein brillantes Feuerwerk an Show, Tanz, Gags, Weiber- und Männerballett, verbunden mit einer gehörigen Portion guter Laune auf die Bühne bringen. Karten gibt es bei Birgit Dmitrow, Telefon 09272/335.
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