Kamera überträgt Bilder vom neugeborenen Luchsnachwuchs - Mutter Diana beißt zu
Big Brother in der Kinderstube

So klein und schon im Fernsehen: Mittels einer Kamera können Wildparkbesucher auf einem Bildschirm das Treiben der beiden jungen Luchse verfolgen. Bild: hfz
Lokales
Mehlmeisel
26.05.2015
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Vier Tage war die schwangere Luchsdame Diana verschwunden. Nicht nur Wildpark-Betreiber Eckhard Mickisch sorgte sich sowohl um das Tier, als auch um den Nachwuchs. Umso größer war die Freude, als er sie in einer künstlichen Höhle fand. Allerdings war sie nicht mehr allein: Sie hatte dort zwei Junge geboren (wir berichteten).

Damit die drei dort ungestört bleiben, Besucher aber dennoch einen Blick auf die neuen Wildpark-Bewohner werfen können, hat Mickisch noch am Freitag eine Kamera in der Höhle installiert. Sie überträgt Bilder live aus der Kinderstube auf die Besucherbrücke. So können die Gäste das Wuseln der Luchsbabys miterleben, bis Diana ihren Nachwuchs einmal präsentieren wird.

Ganz ohne Schmerzen ging für Mickisch die Suche allerdings nicht ab. "Als ich schnell ein Foto machen wollte, hat mich Diana durch den Schuh in den Fuß gebissen", erzählte er lachend.

Die kleinen jetzt noch blinden, flauschigen, etwa 250 bis 300 Gramm schweren Tierkinder werden etwa zehn Wochen von ihrer Mutter gesäugt. Später wird auch bei ihnen Reh ganz oben auf dem Speisezettel stehen, ebenso wie Ratte, Hase und Vogel. Bis in den Spätwinter hinein bleiben die Kleinen in der Obhut ihrer Mutter. Von ihr lernen sie auch alles, was sie für's Leben wissen müssen. Bald sind Toben, Spielen und Entdecken ihre Lieblingsbeschäftigungen.

Ob künftig alle Luchse im 1,2 Hektar großen, naturbelassenen Gehege im Wildpark bleiben können, weiß der Betreiber noch nicht. Aber: "Eines der Jungen auf alle Fälle", verspricht er.
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