Marienliebe ohne Sentimentalität

Walter Reischer (Dritter von links) am Klavier und René Pascal Bauer (Trompete) begleiteten die Lieder des Gesangvereins "Edelweiß" um Chorleiter Martin Wiche (Siebter von links). Bild: gis
Lokales
Mehlmeisel
18.05.2015
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Die Verehrung der Muttergottes hat in der Fichtelgebirgsgemeinde einen hohen Stellenwert. Deshalb war die Pfarrkirche genau der richtige Ort für ein inniges "Mariensingen von Herzen zu Herzen".

Als solches - aber ohne triefende Sentimentalität - kündigte der Vorsitzende des veranstaltenden Gesangvereins "Edelweiß", Manfred Prechtl, das Konzert in seiner Begrüßung an. Die Gesamtleitung hatte Martin Wiche inne.

Auf dem Programm standen unter anderem Gebete, alte und neue Marienlieder und weiteres anspruchsvolles Liedgut. Die Stücke spiegelten tiefen Glauben, Gottvertrauen und inspirierende Marienliebe wider, vermittelten Hoffnung und schenkten Freude.

So genossen die Besucher bei "In vollen Jubelchören", im "Gebet zu Maria" und beim "Ave Maria" eine wunderbare Symbiose von Gesang (Gemischter Chor, Frauenchor) und Klavier (Walter Reischer). Der Männerchor hatte unter anderem ein Stück aus der Waldlermesse und "Wenn ich ein Glöcklein wär" gewählt und bot beides harmonisch dar, der Frauenchor brachte den Psalm "Hebe deine Augen auf" und weiteres Liedgut zu Gehör. Der Gemischte Chor begeisterte zudem mit dem andachtsvollen "Abendlied".

Das Publikum hielt regelrecht den Atem an, als Walter Reischer am Klavier und René Pascal Bauer an der Trompete musikalische Bonbons vom Feinsten zelebrierten: "Prince of Denmark's March", "Wachet auf, ruft uns die Stimme", eine Arie von Georg Friedrich Händel, "The Queen's Dolour. A Farewell" von Henry Purcell. Der eine oder andere Zuhörer musste sich zurückhalten, um nach anspruchsvollen, in vollster Reinheit dargebotenen Stücken nicht sofort zu applaudieren. Denn Beifall war erst am Ende erwünscht.

Günter Pöllmann streute zwischen die einzelnen Aufführungen Lob, Preis und Dank an die Mutter Gottes ein. Und nachdem Diakon Franz Lautenbacher die Segensworte gesprochen hatte, wurde es doch noch ein wenig sentimental: mit der "Schwarzen Madonna", einem bekannten Marien- und Wallfahrerlied, in das das Publikum inbrünstig einstimmte, begleitet von den Chören sowie den beiden Solisten.
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