Mehlmeiseler Gläubige pflegen einen alten Brauch
Maria heimtragen

Der Mehlmeiseler Pfarrgemeinderat hat den Brauch des Frauenbildtragens vor einigen Jahren neu belebt. Wer das Bildnis in den letzten Oktobertagen noch zu sich nach Hause holen möchte, kann sich bei Sprecher Johannes Popp (Bild) melden. Bild: gis
Lokales
Mehlmeisel
18.10.2014
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Den vielerorts in Vergessenheit geratenen Brauch des Frauenbildtragens hat der Pfarrgemeinderat vor einigen Jahren neu belebt. Der Sinn, so Sprecher Johannes Popp, sei es, die Muttergottes im Rosenkranzmonat Oktober in besonderer Weise zu ehren.

Am 1. Oktober wurde das Marienbild ausgesandt und wird nun bis zum Ende des Monats durch die Gemeinde getragen - täglich von einem zum andern. "Das muss nicht unbedingt der Straßennachbar sein, die Muttergottes darf gerne kreuz und quer durch Mehlmeisel wandern", sagt der Pfarrgemeinderatssprecher.

In kleineren oder größeren Kreisen wird dann vor dem Bild gebetet. "Alles ist möglich, nichts vorgeschrieben." Eher wichtig sei die Gemeinschaft, heißt es im begleitenden Leitfaden, in dem die bewegende Geschichte des Bildes zurückverfolgt wird und dessen Symbole erklärt werden.

Die Darstellung der Muttergottes auf diesem Gnadenbild, das im ausgehenden Mittelalter auf der Insel Kreta entstand, ist verwandt mit den in der Ostkirche weit verbreiteten Ikonen und wurde auf der ganzen Welt in Millionen von Nachbildungen verbreitet.

"Wenn wir vor diesem Bild beten", erklärt Johannes Popp, "wissen wir uns mit der gesamten Christenheit verbunden." Wer das Bild in den letzten Oktobertagen noch zu sich nach Hause holen will, kann sich gerne an den Pfarrgemeinderatssprecher wenden.
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