Moritz kämpft tapfer

Endlich wieder ein wenig Normalität: Nach sechs schweren Wochen in der Klinik ist Moritz wieder daheim inmitten seiner Eltern Daniela und Jörg Hautmann. Überstanden ist der Krebs noch lange nicht. Bild: bkr
Lokales
Mehlmeisel
30.03.2015
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Moritz hat seinen Kampf noch lange nicht gewonnen. Aber der Bub und seine Eltern kämpfen tapfer gegen die schwere Krankheit. Dass die Mehlmeiseler Familie diesen Kampf nicht alleine führen muss, gibt den Dreien Kraft.

Moritz ist zu Hause. Sechs Wochen musste er im Krankenhaus bleiben, jetzt durften Mama Daniela und Papa Jörg Hautmann ihren Schatz heimholen. Die drei wollen den freudigen Anlass nutzen, um Danke zu sagen. Viele kleine und große Spenden haben geholfen, die schweren Tage zu überstehen.

Ausgestanden ist der Lymphdrüsenkrebs mit schnell wachsendem Tumor nicht. Der Dreijährige und seine Eltern sitzen auf gepackten Koffern. Bei jedem Anzeichen von Schnupfen oder Fieber geht es sofort nach Erlangen. Um die Infektionsgefahr zu minimieren, darf Moritz nicht mit anderen Kindern spielen. Jeder Kontakt zu fremden Menschen sei eine Gefahr, erklären Jörg und Daniela.

Chemo läuft

Auch die Chemotherapie geht weiter. Wenn die Werte normal bleiben, dann heißt es im ersten Block der Behandlung: eine Woche Klinik, eine Woche daheim. Was in den nächsten Blöcken passiert, hängt vom Erfolg der Chemotherapie ab. Auf jeden Fall bleiben die regelmäßigen Fahrten nach Erlangen und zwar für zwei Jahre. So lange soll die Behandlung dauern. Mutter Daniela wird in dieser Zeit ständig bei ihrem Sohn bleiben. Vater Jörg fand inzwischen eine neue Stelle bei der Gemeinde. Jörg ist sehr dankbar für diesen Lichtblick.

Am Anfang dieser schweren Zeit stand eine furchtbare Diagnose bei Moritz: Krebs. Deshalb musste der Bub am 27. Januar in die Uni-Klinik Erlangen. Danach war alles anders für ihn und die Eltern. Damit Moritz nie alleine sein musste, wechselten sich Daniela und Jörg Tag und Nacht in der Erlanger Klinik ab. Während Daniela in der Klinik bei ihrem Sohn übernachten konnte, musste sich Jörg eine Unterkunft suchen - und dafür bezahlen.

Bergwacht hilft

Zur psychischen Belastung kam so die finanzielle. Dass Jörg seinen Arbeitsplatz verlor, machte alles noch schlimmer. Bandscheibenproblemen ließen ihm keine Wahl, er musste seine Stelle aufgeben. Weil Daniela ganz für ihren Sohn da sein will, unterbrach sie ihre Tätigkeit im Fichtelberger Kindergarten.

Dass sie diese Probleme nicht völlig aus der Bahn warfen, haben sie auch ihren Freunden und Bekannten zu verdanken. Daniela und Jörg sind aktive Mitglieder der Bergwacht Mehlmeisel. Bereitschaftsleiter Martin Nickl ahnte die Schwierigkeiten voraus. Deshalb startete er einen Aufruf bei den Bergrettern, der auch außerhalb des Vereins viele Menschen berührte. Die vielen Helfer sorgten dafür, dass zumindest die wirtschaftlichen Sorgen weniger wurden. "Wir haben nie damit gerechnet, dass die Hilfsbereitschaft so groß ist", sagen die Eltern. Zu bemerken, dass man nicht alleingelassen wird, helfe auch in psychischer Hinsicht. Es ist den beiden wichtig, allen Spendern zu danken, das betonen sie immer wieder.
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