Sprache, Bäume, Träume

Die KAB-Senioren waren nicht umsonst gekommen. Theresia Pirner (links) führte wunderbar Regie bei einer Veranstaltung, der der Referent abhanden gekommen war. Bild: gis
Lokales
Mehlmeisel
23.09.2015
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Was tun, wenn der Referent wegen eines dringenden Krankenhausaufenthalts spontan absagen muss, jedoch 130 Gäste einer Info-Veranstaltung auf den angekündigten spannenden Vortrag warten? Die Organisatoren des KAB-Senioren-Dekanats-Tags wussten die Antwort.

Die Seniorenbeauftragte des Kreisverbands Wunsiedel/Marktredwitz, Theresia Pirner, und Kreispräses Diakon Michael Plötz haben die Situation mit Bravour gemeistert. "Als wir das Thema ,Einen alten Baum verpflanzt man nicht' wählten, wussten wir noch nicht, wie aktuell gerade jetzt, angesichts der Flüchtlingsströme, der Begriff ,Heimat' ist", sagte die Seniorenbeauftragte, als sie die überaus zahlreichen Gäste begrüßte, die der Kreispräses dazu aufrief, weiterhin in Politik und Kirche mitzumischen. "Wir müssen uns als Zielgruppe ,Senioren' selbst einbringen und die Anliegen unserer Arbeit ins Licht der Öffentlichkeit rücken, damit sie mehr an Bedeutung und Einfluss erhält", wünscht sich Theresia Pirner.

Nachdem die örtlichen KAB-Frauen die Besucher mit Kaffee und einem reichhaltigen Torten- und Kuchenbüfett verwöhnt hatten, begleitet von Theresia Pirner und Edith Pinzer auf der Akkordzither, zitierten die Seniorenbeauftragte und der Kreispräses Schriftstellerin Andrea Schwarz und Dekan Hans Klier zum Thema und machten sich eigene Gedanken zum Begriff "Heimat", der oft auch strapaziert werde: "Heimat: Das ist die Sprache, sind Bäume und Träume, Menschen, das Zuhause, die Wohnung. Heimat ist da, wo das Herz ist. Und wir Senioren wissen, was verwurzelt sein bedeutet", sprach Theresia Pirner vielen aus der Seele.

Besonderen Charme versprühten die Tanzgruppen der KAB-Senioren Brand/Opf. und Marktredwitz. Gerne stimmten die Gäste in alte Volkslieder ein, die Michael Plötz auf dem Akkordeon begleitete. Alle waren zufrieden, auch jener Gast, der extra wegen des Vortrags aus Waldsassen angereist war - was aber nicht ausschließt, dass sich die Senioren zu einem späteren Zeitpunkt auf einen tollen Vortrag freuen dürfen. Dem erkrankten Referenten, Kreisheimatpfleger Dieter Hempel aus Röslau, galten die herzlichsten Genesungswünsche.
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