Wildpark in Mehlmeisel präsentiert neue Attraktion
Weltgrößtes Vogelhaus

Als weltgrößtes Waldvögelfutterhaus bewerben der Wildpark und sein Leiter Ekkehard Mickisch die neue Attraktion im Park. Bild: gis
Lokales
Mehlmeisel
17.01.2015
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Die Vögel haben es gut im Wildpark am Waldhaus. Nach Plänen von Betreiber Ekkehard Mickisch hat der Mehlmeiseler Hubert Schinner in seiner Schreinerwerkstatt ein Waldvogel-Futterhaus gebaut. 185 mal 185 Zentimeter ist es groß, der 250-Kilogramm-Bau sei nach wissenschaftlichen Erkenntnissen konzipiert, sagt Mickisch.

Der Prachtbau bietet ein Schindeldach und ein Gitter, durch das der Kot fallen kann. Vier Kupferwände trennen die Kammern, so dass auch die kleine Sumpfmeise in Ruhe fressen kann, ohne von der Amsel verdrängt zu werden. Vom Holzsteg in Augenhöhe kann der Besucher auch Fichtenkreuzschnabel, Schwanz-, Blau- und Kohlmeisen, Kleiber, Buntspecht und Co. beobachten. Zwölf Arten hat Ekkehard Mickisch bislang am Futterhaus gezählt. Ihnen bietet sich ein gedeckter Tisch mit Sonnenblumenkernen, geschält und ungeschält, Sämereien, Nüssen, getrockneten Hagebutten, Rosinen und mehr. Gespeist wird das Futterhaus aus einem Trichter mit Sichtfenster, der 70 Liter fasst. "Die Vögel brauchen fette Nahrung, um die kalten Monate zu überstehen" sagt der Betreiber, der zudem 120 Meisenknödel und selbst gemachte Meisenfutterglocken aufgehängt hat. Wer solche herstellen will, findet auf der Facebook-Seite des Wildparks ein Rezept.

Übrigens: Wenn von all den Leckereien ab und zu etwas zu Boden fällt, gibt es dankbare Abnehmer: nämlich Platzhirsch Ludwig und Gefolge. Eine weitere Attraktion ist die beheizte Vogeltränke, die manch seltene Vogelart über den Winter verweilen lässt. Auch für den Fichtenkreuzschnabel ist sie eine wichtige Einrichtung. "Er brütet von Dezember bis Mai und braucht viel Wasser", sagt Mickisch. Die Tränke wärmt eine bunte Mütze, die Sigrid Daubner gehäkelt hat.
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