Graffiti-Schriftzug führt zu zwei 17-Jährigen
Sachbeschädigung, Waffen und Marihuana

Bild: Polizei
Archiv
Mitterteich
04.12.2015
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Mitterteich/Waldsassen. "Dass den beiden 17-jährigen Beschuldigten ihr selbst gewählter Schriftzug 'Thug life est 187', mit dem sie sich identifizierten, zum Verhängnis werden sollte, haben sie wohl selbst nicht erwartet", berichtet der Sprecher der Polizei in Waldsassen, Johann Brandl.

Den entscheidenden Hinweis auf die Täter bekam die Polizei am 19.November. Eine Mitterteicherin zeigte eine Sachbeschädigung an ihrem Pkw an. Die zu diesem Zeitpunkt unbekannten Täter hatten eine Garage mit brachialer Gewalt geöffnet und das Auto darin mit silberner und roter Bremssattelfarbe besprüht. Der Schaden am Pkw alleine beträgt rund 6500 Euro. Aus der Nachbargarage hatten die Täter zuvor die nötigen Farbdosen und Werkzeug im Wert von etwa 2000 Euro entwendet. Zudem ermittelt die Polizei wegen der beleidigenden Inhalte und der aufgebrachten Hakenkreuze. Nebenbei war auch der Schriftzug „Thug est 187“ aufgesprüht. In diesem Zusammenhang fiel erstmals der Verdacht auf die beiden 17-Jährigen.

Am 21. November erstattete ein Geschädigter unweit des ersten Tatorts Anzeige wegen Sachbeschädigung. Die Täter hatten im Keller des Anwesens mit roter Farbe den Schriftzug „Thug life est 187“ angebracht. Zudem hatte er beobachtet wie zwei junge Männer mehrere Kisten in ein Kellerabteil transportierten.

Da es sich offensichtlich um Diebesgut aus der erwähnten Garage handelte, wurde ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnungen der 17-Jährigen erwirkt. Die Polizei entdeckte dabei neben dem Schriftzug „Thug life est 187“ auch ein verbotenes Butterfly-Messer sowie Marihuana.

Nachdem in der zurückliegenden Zeit auch die BRK-Rettungswache in Mitterteich durch Schmierereien „187“ und Hakenkreuzen in Mitleidenschaft gezogen wurde, stehen die beiden in Verdacht auch diese Straftaten begangen zu haben.

Den beiden werden insgesamt vier Sachbeschädigungen, zwei Taten wegen Verwendung von verfassungswidrigen Kennzeichen (Hakenkreuze), ein Verstoß nach dem Waffengesetz, Verstöße nach dem Betäubungsmittelgesetz, Einbruchdiebstahl und einfacher Diebstahl sowie Beleidigung angelastet.

In den meisten Fällen zeigten sich die Beschuldigten geständig. Trotzdem mussten sie sich auch einer erkennungsdienstlicher Behandlung unterziehen. Die beiden müssen sich zudem vor Gericht verantworten.
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