Hegegemeinschaft Mitterteich
Pflicht überm Schnitt erfüllt

Die Medaillengewinner 2015/2016 sowie die Sieger im Wettbewerb Schwarzwild- und Fuchsrevier, von links Karl Beer für Nadine Beer (Silbermedaille), Sebastian Pflaum (Sieger Fuchsrevier), Klemens Hennecke, (Bronzemedaille), Hermann Schedl, (Sieger Schwarzwildrevier), Hubert Pflaum (Goldmedaille), Ludwig Betzl (Silbermedaille), Alexander Mayer (Bronzemedaille). Bild: iv
Freizeit
Mitterteich
15.04.2016
45
0

Karl Frank war schon etwas stolz darauf: Im Bereich der Hegegemeinschaft sind im Jagdjahr 2015/2016 sage und schreibe 375 Wildschweine und 144 Füchse erlegt worden.

Pechbrunn/Mitterteich. Ihre Pflicht überdurchschnittlich erfüllt hätten damit die Jäger, erklärte der Leiter der Hegegemeinschaft Mitterteich bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Raumberghof. Frank berichtete außerdem von einer grenzüberschreitenden Drückjagd mit der Staatsforstverwaltung, wo 13 Stück Schwarzwild erlegt wurden. An dieser Jagd hätten nur das Gemeinschaftsrevier Pechbrunn und der Forstbetrieb Waldsassen teilgenommen; weitere angrenzende Betriebe hätten sich nicht bereit erklärt mitzumachen.

Schwarzwild-Problem


Frank kritisierte, dass seitens der Verpächter mehr Druck ausgeübt werden sollte, da es sich in der Hauptsache um Staatsreviere handele vor allem dort Schwarzwild zu finden sei. Das Schwarzwild-Problem betreffe außerdem nicht nur den Forstbetrieb Waldsassen und das Revier Pechbrunn, war Frank überzeugt. Deshalb sollte man sich nicht aus der Verantwortung ziehen. Die Hegegemeinschaft ist laut Frank zwischenzeitlich 45 Mitglieder stark. Doch nach wie vor seien nicht alle Landwirte und Jagdgenossenschaften an der Hegegemeinschaft beteiligt. Ein Anliegen des Vorsitzenden ist die Verjüngung der Hegegemeinschaft und man sollte sich hier einmal Gedanken machen, wie man junge Leute in die Hegegemeinschaft integrieren könne.

Etwas verärgert zeigte sich Frank über Presseberichte hinsichtlich der Verlängerung der Jagdzeit für weibliches Rehwild und Kitze. In der Diskussion war sich die Versammlung einig, dass Wildbret besser vermarktet und beworben werden sollte.

Waffentransport


Helmut Völkl von der Unteren Jagdbehörde erklärte, dass das Verbissgutachten im Landkreis Tirschenreuth, insbesondere in der Hegegemeinschaft, sich bestens entwickelt habe. Ferner angesprochen worden sind der Waffentransport von der Wohnadresse zum Revier sowie Fragen zum Erwerb von Schalldämpfern mit Antrag beim Landratsamt. Forstbetriebsleiter Gerhard Schneider unterstrich das erfreuliche Miteinander bei der gemeinsamen Drückjagd und stand für weitere gerne zur Verfügung. Wenig Einfluss könne, Schneider, er auf die Teilnahme von Nachbarrevieren nehmen, da es sich um Altverträge handle. Abschließend wies er darauf hin, dass man im Jahr 2015/16 den höchsten Schalenwildabschuss mit über 1200 Stück im Forstbetrieb hatte.

BJV-Kreisgruppenführer Hubert Rustler berichtete von der Möglichkeit eines Schwarzwild-Monitorings in Zusammenarbeit mit der BJV-Geschäftsstelle. Er verwies auf die Novellierung des Jagdgesetzes und regte bei der Pflichttrophäenschau eine Podiumsdiskussion bezüglich Biber, Fischotter, Kormoran an. Naturschutzverbesserungsmaßnahmen durch Jagdpächter in den Revieren sollten dokumentiert und die Bilder der Hegegemeinschaft Mitterteich zur Verfügung gestellt werden.

Nicht nachlassen


Hier wandte Vorsitzender Frank ein, dass man damit nicht nur Schwarzwild- und Rehwild-Biotopverbesserungen meint, sondern durchaus auch einmal eine Nistkastenaktion oder die Schaffung von Feuchtgebieten repräsentieren sollte. Abschließend bat er die Jäger bei der Schwarzwildjagd nicht nachzulassen.

Medaillen für erfolgreiche JägerBei der Jahresversammlung der Hegegemeinschaft hat eine Kommission die Rehgehörne für die Pflichthegeschau des Jahres 2015/16 abschließend bewertet. Im Einzelnen wurden folgende Medaillen vergeben: Goldmedaille Hubert Pflaum, Revier Konnersreuth , Silbermedaille Ludwig Betzl, Revier Gulg/Brand, Silbermedaille Nina Beer, Revier Pechofen, Bronzemedaille Alexander Mayer, Revier Gulg/Brand, Bronzemedaille Klemens Hennecke, Revier Leonberg, Bronzemedaille Alexander Mayer, Revier Gulg/Brand. - Bei der Ehrung Schwarzwild-/Fuchsrevier (erlegte Tiere) wurden die Medaillen wie folgt vergeben - Ehrung Schwarzwild: Platz 1 Revier Münchgrün 43 Stück, Platz 2. Revier Lengenfeld 42 Stück und Platz 3 Revier Pechbrunn 38 Stück. Die Ergebnisse der Ehrung Fuchs: Platz 1 Revier Konnersreuth 51 Stück, Platz 2 Revier Pechofen 21 Stück und Platz 3 Revier Leonberg, 10 Stück. (iv)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.