Dresdner Eislauf-Club begeistert mit Eismärchen
Die Zauberer von Sachsen

Die Zwerge und die gute Hexe entreißen der bösen Hexe (Sandro Weigmann) rechts, Dorothy (Henriette Gräßler), Zweite von rechts, die ein Wirbelsturm ins Land des Zauberers von Oz geweht hat. Mit dem Eismärchen 2015 begeisterten gestern zum siebten Mal infolge die Akteure des Dresdner Eislauf-Clubs die Zuschauer in der Mitterteicher Eishalle. Bilder: Grüner (5)
Kultur
Mitterteich
15.01.2016
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Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse liefert immer Stoff für spannende Abenteuer. Mit dem Zauberer von Oz begeisterte am Freitag der Eislauf-Club Dresden bei drei Vorstellungen das Publikum in der Mitterteicher Eishalle.

Zum siebten Mal infolge waren die Sachsen mit ihrem Eismärchen in der Porzellinerstadt und überzeugten mit ihrer Leistung nicht nur die Kinder. Wie sich das gehört, siegte natürlich auch in der eisigen Version des bekannten Stückes das Gute. Die guten Hexen aus dem Norden und dem Süden bestanden dabei heroisch ihren bösen Kolleginnen aus West und Ost.

100 Mitwirkende


Seit 20 Jahren gibt es das Eismärchen in Dresden, seit sieben Jahren tritt der Eislauf-Club damit auch in Mitterteich auf. Fast 100 Sportler und aktive Helfer waren dazu angereist. Um 4.45 Uhr starteten die Busse in der Sachsen-Metropole. Dann ab in die Garderoben, schminken, umziehen und was sonst alles dazugehört. Schnell ein paar Kulissen entlang der Banden aufgestellt, ein kurzes Einlaufen der Akteure, während draußen bereits die großen Busse mit dem kleinen Publikum anrollen. Der Eismeister präpariert die Oberfläche und nach dem dritten Gongschlag, sitzt das Publikum, die Scheinwerfer gehen an, Musik ertönt aus den Lautsprechern und dann kommt Ulrich Schwarz in seinem, wie er selber sagt, "Mantel aus Wildschweinfell", auf die Bühne und führt als Erzähler in die Geschichte ein.

Licht und Musik


Geschickt setzen die Helfer an den Scheinwerfern und am Audiomischpult Musik und Licht ein, um die passende Atmosphäre zu schaffen. Werke von Beethoven, Gounod oder Dvorák liefern den perfekten musikalischen Hintergrund für die Untermalung der dramatischen Szenen. Genauso passt ein beschwingter Johann Strauß Walzer zu den lustigen Teilen und jenen, wenn die Guten erfolgreich das Böse besiegt haben. Genauso effektiv nutzen die Beleuchter farbiges Licht, um eine Kulisse zu schaffen, die eines Stückes, bei dem die Zauberei keine unwesentliche Rolle spielt, würdig ist. Effektvoll bunt und doch nicht übertrieben. Ergänzend hatten die Akteure selbst leuchtende Argumente dabei. Die bösen Hexen ihre feuersprühenden Besen, die Wesen aus dem Wald ihre grünblinkenden Brillen und die Käfer gelbleuchtende Fühlerspitzen. Dieser Mix unterstrich perfekt die Choreographie, die Katrin Böhme und Juliane Wagner erarbeitet haben.

Noch ein paar Worte zur Geschichte selbst: Die kleine Dorothy lebt mit ihren Eltern und ihrem Hund Toto auf einer Farm in Kansas. Eines Tages trägt Dorothy und Toto ein Wirbelsturm in das weit entfernte Land von Oz. Dorothy macht sich auf den Weg zum großen und geheimnisvollen Zauberer, um ihn zu bitten, sie wieder nach Hause zu bringen.

Blechmann und Löwe


Unterwegs begegnet sie einer Vogelscheuche ohne Verstand, einem Blechmann ohne Herz und einem Löwen ohne Mut. In ihnen findet sie treue Reisegefährten und Freunde. Doch auch die böse Hexe des Westens hat die Eindringlinge entdeckt und will sie gefangen nehmen. Wie bereits erwähnt - alles wird gut!
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