Jubiläumsaustellung
Triangl gibt Ton im Museum an

Hartmut Zimmermann, Herbert Bässler und Hans-Günther Pietschmann (von links) gestalten derzeit ihre Jubiläums-Ausstellung im Mitterteicher Museum für Porzellan, Glas und Handwerk. Bild: tr
Kultur
Mitterteich
05.09.2016
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In den 20 Jahren, in denen Hans-Günther Pietschmann, Herbert Bässler und Hartmut Zimmermann als Künstlergruppe auftreten, haben sie 15 Mal zusammen ausgestellt. Das Jubiläum feiern sie ab Ende dieser Woche mit einer großen Präsentation im Museum für Porzellan, Glas und Handwerk.

Jeder der Künstler zeigt bei der Präsentation etwa 20 Werke als Querschnitt seines Schaffens. Die Drei kannten sich lange, bevor sie sich als Gruppe verstanden wissen wollten und schätzten sich gegenseitig, sowohl als Menschen als auch als Künstler. Pietschmann und Bässler kennen sich seit der Kindheit. Wer auf die Idee kam, als Gruppe aufzutreten, ist nicht mehr eindeutig nachvollziehbar. Die erste Ausstellung fand einst in Friedenfels statt.

Griffiger Name


Jede Gruppe hat einen Namen, also musste auch in diesem Fall ein griffiger her. So entstand "Triangl". Weil es sich dabei um ein gleichschenkliges Dreieck handle, "und wir uns als ebenbürtig begegnen und weil der Name auch noch gut klingt", so die Begründung. "Und weil wir Drei verschiedene Talente sind", ergänzt Zimmermann.

Der Wiesauer Herbert Bässler ist mit fast 81 Jahren der Älteste im Trio. Schon als Kind hat er gemalt. Geboren wurde er in Litwitz im Egerland. Nach der Vertreibung kam er nach Wiesau, wo er seither lebt. Ab 1950 hat er in der damaligen Wolfrum-Fabrik Porzellanmaler gelernt. Bässler ist großer Naturfreund und lässt sich bei ausgedehnten Spaziergängen von der Schönheit der Landschaft inspirieren. Auch künstlerisch ist er ein reiner Naturalist, der selten Ausflüge in die Moderne unternimmt. Bässler malt in Öl, Aquarell, Gouache und am liebsten in Acryl, "weil das so schnell trocknet". Der Mitterteicher Hartmut Zimmermann ist 72 Jahre alt und präsentiert bei der Jubiläumsausstellung zeitnahe Karikaturen - weitere Details will er vorab nicht verraten. Auch um seine "Hitec-Kunst" macht er ein großes Geheimnis, das er erst bei der Vernissage am 8. September lüften will. Vagen Aussagen zufolge handelt es sich um ein Zusammenwirken von Technik und Malereien. Die Vorliebe für Technik ist wohl seinem früheren Beruf zuzuschreiben, denn der aus Königsberg stammende Künstler war viele Jahre lang Designer bei Wiesauplast.

Hans-Günther Pietschmann aus Schönhaid ist ein künstlerischer Tausendsassa und zeigt demzufolge alles Mögliche - vom puren Naturalismus bis hin zur völligen Abstraktion. Er hat seine Malerei quasi auf dem zweiten Bildungsweg in Fernkursen perfektioniert und beherrscht die Genres, die er bedient, exzellent. Das erklärt, warum der künstlerische Leiter des Malkreises Mitterteich, außerdem Mitglied im Oberpfälzer Kunstverein Weiden, weit über die Landkreisgrenzen hinaus engagiert wird, auch im Bereich Raum- und Objektgestaltung.

Bis Mitte Oktober


Die Jubiläumsausstellung ist vom 9. September bis zum 16. Oktober zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums zu sehen.
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