Katarina Sevcikova an der Harfe
Kraftvoll und entschlossen

Katarina Sevcikova, eine der bekanntesten Harfenspielerinnen in Tschechien, gab im ausverkauften Museumscafé ein begeisterndes Konzert. Bild: mwr
Kultur
Mitterteich
31.10.2016
60
0

Das Saiteninstrument ist vielfach in Orchestern zu hören. Deshalb ist ein Harfen-Solokonzert wie jetzt im Museumscafé zumindest für die Region eine Besonderheit. Und ein würdiger Abschluss für den Mitterteicher Musiksommer.

(mwr) Der Seniorenbeirat traf als Initiator des Abends mit der tschechischen Künstlerin Katarina Sevcikova die erste Wahl. Sie gehört zu den bekanntesten Harfenspielerinnen in Tschechien, ist auch im Ausland keine Unbekannte. Die Künstlerin ist vor allem bekannt in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, Skandinavien.

Zwei-Stunden-Programm


Für Mitterteich hatte die Harfinistin ein ausgewogenes, abwechslungsreiches Zwei-Stunden-Programm ausgesucht. Sie zeigte ihr musikalisches Talent in verschiedenen Stilen und Genres. Charmant ließ sie die 47 Saiten ihres königlichen Instruments mit großer Kraft und Entschlossenheit erklingen. Es reichte vom tschechischen Harfen-Komponisten Krumpholz über Werke der Komponisten Bach, Pampuch, Mozart, Beethoven, Claydermann, Lloyd Webber, Svoboda bis hin zu Filmmusik und Pop-Balladen - natürlich alles meisterhaft interpretiert.

Der ausverkaufte Abend begann schon furios mit der Sonate für Harfe in B-Dur von Krumpholz. Dann folgte Bachs "Jesus bleibet meine Freude" und bei der Interpretation des Falmenco del Norte von Pampuch bekam man schon beinahe Lust auf ein Tänzchen. Bei den bekannten Melodien wie der "Türkischer Marsch" von Mozart oder Beethovens "Für Elise" oder die "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" von Svoboda brandete spontaner Beifall der Besucher auf. Meisterhaft verstand es die Künstlerin das Instrument mal zart, mal hart anzuschlagen.

Seniorenbeirat Ernst Bayer, der die Harfenistin bei Konzerten in Tschechien entdeckte, versprach nicht zu viel als er in seiner Begrüßung die Künstlerin als etwas Besonderes ankündigte. Schon als Fünfjährige begann sie Klavier zu spielen. Wenig später entdeckte sie die Harfe für sich. Nach der Beendigung der Grundausbildung studierte sie am Konservatorium in Zilina das Harfenspiel bei Professor Kovac. 1998 beendete sie mit einem Absolventenkonzert von G. F. Händel in Zilina erfolgreich ihr Studium. Sie lebt heute in Marienbad und widmet sich vor allem dem Solospiel, hat aber auch Auftritte bei Konzerten und sie spielt gerne in Duos mit Violine, Flöte und Gesang.

Der Seniorenbeirat bedankte sich mit einem Blumenstrauß. Bürgermeister Roland Grillmeier nannte das Konzert den Höhepunkt zum Abschluss des Musiksommers und überreichte eine Porzellantasse. Der Konzertabend war für manchen Besucher sicher ein unvergessliches Erlebnis, denn dieses Instrument hört man in unserer Gegend viel zu selten. Man fühlte sich in eine andere Zeit versetzt. Das war auch der Wunsch der Seniorenbeiratsvorsitzenden Anja Dubrowski: "Ich könnte ihnen noch lange Zeit zuhören". Eine Zugabe durfte nicht fehlen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.