Spaß mit Drill-Sergeant

"Sing Out" überwältigte wieder einmal Jung und Alt. Im Bild von links Armin Steinhauser, Johannes Grünbauer, Rudi Kreuzer, Gregor Schraml und Uli Roth. Bild: jr
Kultur
Mitterteich
10.04.2016
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Im Josefsheim blieb am Samstagabend kein Platz frei. "Sing Out" begeisterte zweieinhalb Stunden lang. Bild: jr

Für beste Unterhaltung braucht niemand in große Städte reisen. Das bewies am Samstag das Ensemble "Sing Out", das im Josefsheim ein umjubeltes A-cappella-Konzert gab.

Nach vierjähriger Pause gastierte das A-cappella-Sextett "Sing Out" im seit Wochen ausverkauften Josefsheim. Gut zweieinhalb Stunden lang nahmen die Sänger um ihren Chef Uli Roth die Besucher mit auf eine musikalische Comedy-Reise. Das Programm "Atemnot" bot beste Unterhaltung mit herrlicher Livemusik. Unter den Gästen war auch Bürgermeister Roland Grillmeier, der den Sängern abschließend mit Bierpräsenten dankte.

Der Einstieg fetzig: Gleich zu Beginn war "Born to be wild" zu hören. Doch bald wurde klar, dass der Gruppe die sportliche Fitness und die Gesundheit abhanden gekommen waren. Mediziner Johannes Grünbauer erkannte, es fehlt gesundheitlich an vielem. Rasch war mit dem Mitterteicher Markus Schuller ein Drill-Sergeant gefunden, der die Jungs wieder auf Vordermann trimmen sollte. "Vor allem unser Uli, der Burgermoaster aus Krummennaab, wird immer schwerer. Mein Ziel ist es, aus diesem Sauhaufen wieder einen tollen Haufen zu machen", versprach Schuller.

Show, Story und natürlich die herrlichen Stimmen der sechs Männer kamen an. Drill-Sergeant Markus Schuller machte deutlich: "Ihr Mädchen, ab sofort weht ein anderer Wind." Dass Schuller auch singen kann, zeigte er bei "Africa", ehe die erste Trainingseinheit folgte. Danach kam wieder sein knallharter Einsatz als Coach und Sergeant. "In dieser Gruppe gibt es zwei oder drei Sänger, die singen wie Flasche leer. Ihr müsst endlich zeigen, was ihr drauf habt. Ich habe fertig."

"Afgschürft"


Die Soloeinlagen ("Grenade" und "Boys of summer") zeigten sehr wohl, was die Gruppe musikalisch drauf hat. Ein musikalischer und optischer Höhepunkt dann "Ring of fire" mit Uli Roth im unterdimensionierten Schwimmreifen. "Sappra, etza hobe me no afgschürft", stöhnte er, als er den Schwimmreifen kaum über seinen Körper brachte und dann "Ring of fire" zum Besten gab. Das Publikum tobte. Weitere musikalische Glanzpunkte setzte das Sextett mit "Engel", "Greyhound" und "Living on a prayer". Als Drill-Sergeant Markus Schuller merkte, dass es bei der Gruppe sportlich vorwärts geht, folgte der Top-Hit des ersten Teils: "Atemlos" von Helene Fischer. Markus Schuller bat seine müden Sportler dann zur Pause "afra Bier und a Leberkassemmel".

So gestärkt stellte Markus Schuller fest, dass sein Chef Uli Roth eine Ähnlichkeit mit einem Boxsack habe. "Eye of the tiger" passte; dazu sollte Armin Steinhauser sein schlagkräftiges Können gegen den Boxsack Uli Roth beweisen. Während der Auseinandersetzung war der Song "Chariots of fire" zu hören, später "Du entschuldige, ich kenn di..." und "Weilst a Herz hast wie a Bergwerk...", gesungen in der Sauna und im heißen Dampfbad.

Weitere Hits, wie "Waikiki", "Fix you" und vor allem "Sweet child of mine", zeigten, dass die sechs Jungs nicht nur schauspielern, sondern auch ausgezeichnet singen können und das alles live. Die sportlichen Übungseinheiten schienen Früchte zu tragen. Am Ende bekam jeder der Sportler (Sänger) vom Drill-Sergeant ein Sportabzeichen in seiner Kategorie.

Stürmisch gefeiert


Erst nach drei Zugaben ("1000 Mal berührt", "Son of a preacherman" und einem Medley) durften die Jungs schweißgebadet von der Bühne. Aber zuvor wurden sie nochmals stürmisch gefeiert. Übrigens: Am 14. Mai (Pfingstsamstag) sind "Sing Out" im Haus der Evangelischen Gemeinde in Weiden zu hören.
Vor allem unser Uli, der Burgermoaster aus Krummennaab, wird immer schwerer.Markus Schuller
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