230 Wildschweine erlegt

Hegegemeinschaftsleiter Karl Frank (Mitte) mit dem Sieger im Wettbewerb "Fuchs", Hubert Pflaum vom Revier Gemeinschaftsjagd Konnersreuth (links), und dem Sieger im Wettbewerb "Schwarzwild", Edgar Wenisch vom Revier Raumberghof. Sie hatten die meisten Tiere erlegt. Bild: iv
Lokales
Mitterteich
21.04.2015
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Die Schwarzwild-Problematik war auch heuer das beherrschende Thema bei der Hegegemeinschaft Mitterteich. Karl Frank berichtete von einer leichten Besserung, warnte aber vor Nachlässigkeit.

In der Gaststätte "Raumberghof" begüßte Hegegemeinschaftsleiter Karl Frank zur Jahresversammlung besonders den Schwarzwildexperten Dr. Bartel Klein aus Münchberg, ehemaliger Forstpräsident in Sachsen. Unter dem Titel "Mehr Beute bei weniger Aufwand" beleuchtete der mit jahrelanger Erfahrung ausgestattete Referent in emotionaler Weise die Situation auf dem Gebiet der Schwarzwildjagd.

Dr. Klein gab Tipps zu allen möglichen Jagdsituationen und betonte, dass Wildschweine äußerst intelligente Säugetiere seien, die Fehler bei der Bejagung sehr geschickt zu nutzen wüssten. "Wir tragen als Jäger Mitverantwortung, durch Nutzung aller Jagdarten den Anpassungsprozessen des Schwarzwildes zu begegnen", betonte der Forstfachmann. "Die Landwirte müssen uns dabei helfen." Dazu gehöre eine flächendeckende Bejagung und ein über Reviergrenzen hinausgehender Erfahrungsaustausch.

Karl Frank verwies im Rückblick auf drei Hegeringleiterversammlungen, wobei es auch um die neue Wildschadensversicherung ging. Bei einer Zusammenkunft mit dem Bauernverband wurde ein Rückgang der Wildschäden in der Hegegemeinschaft festgestellt. Erfreulich habe sich der Abschuss von Wildschweinen entwickelt. So seien im Jagdjahr 230 Tiere erlegt worden. Leider habe im Dezember der Schnee gefehlt, so dass eine grenzüberschreitende Drückjagd nicht möglich war. Frank stellte fest, dass es in der Hegegemeinschaft relativ wenig Bereitschaft gebe, diese Sache gemeinsam anzugehen.

Hubert Rustler befasste sich mit der neuen Wildschadensversicherung. Es handle sich um einen einjährigen Versuch handle. Nur wenn über 50 Prozent der Reviere in Bayern mitmachten, werde es diese Versicherung auch in den kommenden Jahren geben. Der Jahresbeitrag liege bei 600 Euro bei einer Schadenshöhe von bis zu 10 000 Euro. Rustler riet den Jagdgenossenschaften und Jagdpächtern, sich an dieser Versicherung zu beteiligen.

Schließlich stand die Vorbewertung der Rehgehörne für die Pflichtschau mit der Übergabe der Medaillen für das Jagdjahr 2014/15 an. Dabei gab es folgende Ergebnisse: Die Goldmedaille ging an Michael Schneider vom Staatsrevier Mitterteich 1, Silbermedaillen erhielten Karl Frank (Revier Pechbrunn), Alexander Meyer (Revier Gulg-Brand). Die drei Bronzemedaillen erhielten Thomas Bauer (Revier Mitterteich 1), Josef Fröhler (Revier Pechofen) und Manfred Gold (Revier Großensterz).

Bei der Ehrung "Schwarzwild" belegte die Gemeinschaftsjagd Konnersreuth mit 29 erlegten Wildschweinen Platz eins vor dem Revier Pechbrunn (27) und dem Revier Großensterz (17).

Den ersten Platz bei der Ehrung "Fuchs" belegte die Gemeinschaftsjagd Konnersreuth mit 65 erlegten Tieren. Es folgten das Revier Pechofen (18) und das Revier Gulg-Brand (9).
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