Auch Symbole der Hoffnung

Die Dekorateure Frank Langguth, Thomas Romankiewicz und Michael Welack (von links) haben zwei Tage gewerkelt, um die vielen Figuren perfekt zu platzieren. Am Mittwoch, 13. Mai, wird die neue Sonderausstellung im Museum eröffnet. Ab Donnerstag bis zum 2. August ist sie täglich außer montags zu sehen. Bilder: Grüner
Lokales
Mitterteich
08.05.2015
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Die Erfolgsgeschichte der Firma Goebel beginnt 1871. Bis heute ist es dem Unternehmen gelungen, mit seinen typischen Figuren den Zeitgeist einzufangen. Im Mitterteicher Museum sind den Sommer über etwa 700 Figuren der Serie "Nina und Marco" ausgestellt.

Ohne Zweifel, sie sind kitschig. Aber seien wir doch mal ehrlich. Kaum einen lassen Goebel-Figuren wirklich kalt. Ein Blick genügt und sie kommunizieren mit dem Betrachter, lösen etwas in ihm aus. Reste an Kindheit vielleicht, die irgendwo tief im Unterbewusstsein abgespeichert sind. Für Fans der in aller Welt bekannten Figuren wartet das Museum für Porzellan, Glas und Handwerk jetzt mit einer ganz besonderen Ausstellung auf. Etwa 700 Figuren aus der Serie "Nina und Marco" sind dabei zu sehen. Für den perfekten Aufbau sind die drei hauseigenen Goebel-Dekorateure Frank Langguth, Thomas Romankiewicz und Michael Welack aus Rödental angereist und haben zwei Tage lang gewerkelt, um die Figuren perfekt in Szene zu setzen.

Über eine Millionen Euro

Seit über 20 Jahren unterstützt Julia E. Limpke, die Designerin der "Nina und Marco"-Figuren gemeinsam mit der Goebel Porzellan GmbH SOS-Kinderdörfer. Von dem Erlös der jährlich etwa 150 000 verkauften Figuren geht ein Teil an diese Einrichtungen. In den vergangenen 23 Jahren waren das 1,2 Millionen Euro. Dank des Engagements entstanden SOS-Kinderdorf-Häuser in Spanien, Vietnam, Tansania, Indien, Ecuador, Mazedonien und Tschechien. So sind die Figuren auch zu einem Symbol der Hoffnung für Kinder in Not geworden.

Die stellvertretende Geschäftsführerin von "SOS-Kinderdörfer Global Partner", Nadja Malak, sagt dazu. "Es ist schon etwas ganz Besonderes, wenn eine Partnerschaft über den Zeitraum von mehreren Jahrzehnten so eng, vertrauensvoll und beständig ist." Goebel-Geschäftsführer Hans-Peter Langsch freut sich, dass dadurch so viel Hilfe bei den Kinderdörfern ankommt.

Die Partnerschaft zwischen Goebel und Julia E. Limke existiert seit 1989. Damals wurde die Firma auf die "Nina und Marco"-Bücher von Limke aufmerksam. Der Wunsch der Künstlerin mit ihrer Arbeit Kindern in Not zu helfen, stieß bei den Verantwortlichen der Goebel GmbH auf offene Ohren. Zusammen mit dem Goebel-Team entwickelte Limke die bezaubernden Porzellan-Figuren mit großen Kinderaugen und dem sanften Gesichtsausdruck.

Über 1000 Produkte

Seit der Markteinführung 1992 wurden mehr als 1000 verschiedene "Nina und Marco"-Produkte entwickelt. Alle basieren sie auf Originalen und Skizzen von Julia E. Limpke. Die Sonderausstellung "Nina und Marco" ist vom 14. Mai bis 2. August geöffnet. Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Samstag, 9 bis 12 Uhr sowie Sonntag von 14 bis 17 Uhr.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.mitterteich.de/museum-mitterteich.html
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