Ausstellung "Zwangsarbeit für weißes Gold" jetzt in Prag - Roland Grillmeier stellt ...
Kooperation weiter ausbauen

Der Eröffnung der ursprünglich in Mitterteich präsentierten Ausstellung "Zwangsarbeit für weißes Gold" im Prager Nationalarchiv wohnte auch Bürgermeister Roland Grillmeier (Zweiter von links) bei. Mit im Bild Dr. Zdenka Kokoskova (links) sowie Dr. Christian Schölzel und Übersetzerin Sárka Jarská (von rechts). Bild: hfz
Lokales
Mitterteich
04.03.2015
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Nachdem sie im November und Dezember im Mitterteicher Museum und danach in Sokolov zu sehen gewesen war, ist die Wanderausstellung "Zwangsarbeit für weißes Gold" jetzt im Nationalarchiv in Prag angekommen. Thematisiert wird in der von deutschen und tschechischen Stellen geförderten Präsentation der Einsatz von NS-Zwangsarbeitern in der keramischen Industrie Deutschlands und der einstigen Tschechoslowakei.

Zahlreiche Gäste aus Tschechien und Deutschland wohnten der Eröffnung in Prag bei, darunter Mitterteichs Bürgermeister Roland Grillmeier. Wie Grillmeier berichtet, sei das Thema Zwangsarbeit im Nachbarland derzeit ein besonderes Thema, weshalb das Nationalarchiv und speziell dessen Mitarbeiterinnen Dr. Zdenka Kokoskova und Mag. Monika Sedlakova die Ausstellung begleitet und unterstützt hätten.

Dr. Kokoskova hob in ihrer Ansprache die Bedeutung der Ausstellung für die tschechische Seite heraus. Mit der Präsentation im Nationalarchiv wolle man einen Beitrag zur Aufarbeitung leisten und an die Schicksale der Menschen erinnern. Gerade im deutsch-tschechischen Grenzraum mit viel kriegswichtiger Industrie habe es besonders viele Einsatzorte für Zwangsarbeiter gegeben.

Roland Grillmeier betonte in seinem Grußwort, dass er sich über das Zustandekommen der gemeinsamen Wanderausstellung und das große Interesse der tschechischen Seite an diesem wichtigen Thema sehr freue. Die Ausstellung sei in Mitterteich entwickelt und dort erstmals gezeigt worden. Nach den Stationen Sokolov und Prag werde sie auch noch im Porzellanikon in Selb und anschließend im Museum in Hermsdorf/Thüringen zu sehen sein. Weitere Präsentationsorte seien denkbar. Bürgermeister Grillmeier verwies auf die gute Zusammenarbeit seiner Stadt mit den tschechischen Stellen. Diese grenzübergreifende Kooperation gelte es weiter auszubauen. Besonders bedankte er sich beim Geschäftsführer des deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, Dr. Thomas Jelinek, der bei der Ausstellungseröffnung ebenfalls anwesend war. Dessen Institution habe die Wanderausstellung mit besonderer finanzieller Unterstützung mit ermöglicht. Vor Ort waren auch Vertreter des Überlebendenverbandes des einstigen Ghettos Theresienstadt sowie der stellvertretende Leiter der dortigen Gedenkstätte, Dr. Vojtech Blodig.

Im Anschluss an die Grußworte führte Dr. Christian Schölzel, der die Ausstellung im Auftrag der Stadt Mitterteich erarbeitet hat, von Station zu Station. Er zeigte sich erfreut, einen Beitrag zur Aufarbeitung dieses wichtigen Kapitels in der Porzellangeschichte geleistet zu haben.
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