Beeindruckender "inklusiver" Abend zum 25-jährigen Bestehen der Lebenshilfe
Galamusik, Theater, Tanz und Büfett zum Geburtstag

Da staunten nicht nur die Ehrengäste in den ersten Reihen: Melanie Tilch zeigte gekonnt orientalische Tänze. Bilder: jr (2)
Lokales
Mitterteich
13.10.2014
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Mit einem Festjahr feiert die Kreisvereinigung Lebenshilfe ihr 25-jähriges Bestehen. Einer der Höhepunkte war der Galaabend in der Aula des Förderzentrums. Der Abend ließ keine Wünsche offen: Festliche Musik, Theater, orientalische Tänze und ein kaltes Büfett bildeten einen tollen Rahmen. Federführend organisiert hatten den Abend Schulleiter Uli Sommer und Regina Rosner.

Lebenshilfe-Vorsitzender Karl Haberkorn dankte den Mitwirkenden für die umfangreiche Vorbereitung: "Sie haben viel Arbeit auf sich genommen." Haberkorn sprach von einem "inklusiven Abend", den Menschen mit und ohne Behinderung gestalten. "Hoffentlich bleibt dieser Abend keine Eintagsfliege, wir sollten dies öfters wiederholen."

Haberkorns dankte den benachbarten Schulen für die Partnerschaft mit der Lebenshilfe und wünschte den Besuchern, dass ihnen bei diesem ganz besonderen Abend "das Herz für die Lebenshilfe aufgeht". Durch das Programm führte Lebenshilfe-Geschäftsführer Berthold Kellner, der gleich Bürgermeister Roland Grillmeier befragte, was ihm die Lebenshilfe bedeute.

"Die Lebenshilfe gehört zum Bild unserer Stadt und ist ein Teil von ihr, ebenso die Menschen mit Behinderung und alle Mitarbeiter", antwortete der Bürgermeister, der seit mehr als zwölf Jahren im Amt ist: "Ich habe die Lebenshilfe wachsen sehen und bin mit ihr gewachsen." Er verwies auf das in diesem Jahr auslaufende Modell "Inklusion in der VG Mitterteich" und intensive Gespräche, dieses Projekt auf Landkreisebene auszuweiten. "Vielleicht kann der Landkreis eine Art Modellprojekt werden", wünschte sich Grillmeier und kündigte seine Unterstützung an

Das Programm des Galaabends eröffneten Wolfgang Charanza am Piano und Marshall Kean am Saxofon). Die Spielfreude der beiden Musiker übertrug sich schnell auf die hute Laune der Besucher. Ein Höhepunkt des Abends war das "basale Theater", einstudiert von Anne Geiger und Veronika Stoye. Bei dieser Form des Mitmach-Theaters stellten unter dem Titel "Der Nachtvogel" vier Behinderte auf der Bühne das Stück von einem Vogel, der Angst und Schrecken verbreitet, dar.

Gepaart mit tollen Lichteffekten und passender Musik machte die Geschichte nicht nur wegen der Darsteller nachdenklich. Im Mittelpunkt des Stücks stand ein kleiner Junge, alleingelassen von den Eltern, der einen Nachtvogel von seinem Fenster vertrieb. Nicht zu Unrecht sprach Berthold Kellner von einem emotionalen Theaterstück.

Für einen Glanzpunkt im Gala-Programm sorgten die orientalischen Tänze von Melanie Tilch. Voller Anmut und in bunte Gewänder gehüllt präsentierte sie im ersten Teil des Abends drei Tänze, mal mit Schleier, mal klassisch und nach dem Motto "Oriental Fantasy". In der Pause stärkten sich die Besucher am Büfett, das kaum Wünsche offen ließ. Höhepunkte des zweiten Teils waren ein Fußtheater, der Auftritt des mundmalenden Künstlers Markus Kostka und weitere Tänze von Melanie Tilch. Der begeisterte Applaus der Besucher zeigte, dass die Lebenshilfe ins Schwarze getroffen hat.
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