Brunnen bleibt an Ort und Stelle

Dieser Bereich am Oberen Marktplatz soll ebenfalls neu gestaltet werden. Dort soll einmal der Maibaum aufgestellt werden. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
21.11.2014
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Ursprünglich hätte der Marktplatz-Umbau hinter verschlossener Tür diskutiert werden sollen. Doch kurz vor der Bauausschusssitzung entschieden Bürgermeister Roland Grillmeier und die Fraktionsspitzen anders.

"Das Thema hat sich erledigt, es wird keine Versetzung des Schmied-Brunnens geben", machte Bürgermeister Roland Grillmeier deutlich, als es um die Neugestaltung des Unteren Marktplatzes ging. Laut Architekt Erwin Wenzl (Passau) ist mit Kosten in Höhe von 700 000 Euro zu rechnen. Noch im Dezember soll eine Entscheidung fallen.

Musterkommune Mitterteich

Bürgermeister Roland Grillmeier verwies darauf, dass Mitterteich neben Neumarkt die einzige Oberpfälzer Kommune ist, die es ins Modellprojekt "Bayern barrierefrei 2023" geschafft hat. Menschen mit Behinderung gehörten zum Stadtbild. In acht Arbeitsgruppen wurde die Barrierefreiheit in der Stadt auf ihre Fakten überprüft und Lösungsvorschläge erarbeitet.

Josef Schwägerl (CSU) betonte: "Alles auf einmal umzusetzen geht nicht, aber nach und nach lasse sich vieles verwirklichen. Wir müssen da beginnen, wo der meiste Personenverkehr ist". Johann Brandl (SPD) zeigte sich stark beeindruckt von der Vorstellung des Architekten. "Sie haben sich Mitterteich ganz genau angeschaut." Auch Brandl war der Meinung, Barrieren zu beseitigen, was finanziell möglich ist. Für Bernhard Thoma (Freie Wähler) wäre ein Absenken der Bordsteine ein erster Schritt. "Wir sind auf einem guten Weg." Für Umbauten am Oberen Markt zeigte der Architekt Pläne, denen der Bauausschuss nicht unbedingt zustimmen wollte. Der Maibaum soll in der Grünanlage vorm Verwaltungsgebäude stehen; die Poller vorm Rathaus sollen entfernt werden. Einen Platz mit "Mehrwertfunktion" wünschte sich Wenzl dort. Sitzbänke und Mobiliar sollen den Platz auflockern. Die Kosten für die Neugestaltung, in deren Folge die Grünanlage komplett verschwindet: 70 000 Euro. Bürgermeister Roland Grillmeier erwähnte eine Förderung in Höhe von 80 Prozent. Weiter bat der Bürgermeister um neue Pläne, "... weil der neue Platz so kahl ausschaut". Grillmeier forderte die Fraktionen auf, sich mit den Plänen für den Oberen Markt zu befassen. In den Dezembersitzungen werde darüber zu reden sein.

Josef Schwägerl behagte die neue Pollerlösung nicht, zumal spielende Kinder doch arg gefährdet wären. Der Bürgermeister ergänzte, Ziel der Stadt sei es dort den Durchgangsverkehr auf Tempo 30 zu beschränken. Ob dies in 5, 10 oder 15 Jahren soweit wäre, ließe sich nicht sagen. Karl-Heinz Ernstberger (CSU) sprach von einer Steinwüste - und dies alles nur wegen des Maibaums. Johann Brandl sprang Ernstberger bei und sah Gesprächsbedarf. "Vielleicht sollten wir für den Oberen Markt ein völlig neues Konzept diskutieren". Bernhard Thoma brachte als möglichen Standort für den Maibaum sogar den Unteren Markt ins Gespräch. "Vom Oberen Bereich sollten wir jetzt die Finger lassen".

Zweiter Bauabschnitt

Bürgermeister Grillmeier setzte sich für eine Verbesserung der Pläne ein. Ausdrücklich betonte er, dass der Obere Bereich auch erst in zwei oder drei Jahren ausgebaut werden könnte. Sein Ziel ist es, den Oberen Markt als zweiten Bauabschnitt auszubauen, muss dies allerdings mit der Regierung erst noch abklären.

Beschluss am 15. Dezember

In den Sitzungen am 1. und 8. Dezember wird sich der Stadtrat mit der Problematik nochmals zu befassen haben, ehe am 15. Dezember der Beschluss gefasst wird. (Hintergrund)
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