"Das Herz unserer Stadt"

Zum Jubiläum der Kirche überreichte Bürgermeister Roland Grillmeier (rechts) ein von Martin Göhl geschaffenes Bild an Stadtpfarrer Anton Witt.
Lokales
Mitterteich
19.10.2015
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Ganz im Zeichen des 125-jährigen Bestehens der Kirche St. Jakob stand am Samstag ein Pfarrfamilienabend im Josefsheim. Die Besucher hörten Wissenswertes aus der Geschichte und hatten auch mehrfach Grund, herzlich zu lachen.

Los gingen die Feierlichkeiten mit einem stattlichen Kirchenzug unter Mitwirkung vieler Vereine und der Stadtkapelle. Danach folgte ein Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche, wobei Pfarrer Anton Witt in seiner Predigt auf den Stellenwert des Bauwerks bei den Gläubigen einging. Die Pfarreiangehörigen versammelten sich schließlich im Josefsheim, wo sie ein buntes Programm erwartete.

Zwei Sketche

Der Kirchenchor St. Jakob unter der Leitung von Matthias Schraml und die Band "Omnis" bereicherten den Abend musikalisch, mit Sketchen strapazierten die Ministranten ("Hundebiss") und der Frauenbund ("Cholesterinspiegel") die Lachmuskeln der Besucher. Die Moderation übernahm Pfarrgemeinderatssprecherin Helga Weiß, die es als große Ehre bezeichnete, das 125-jährige Bestehen der Kirche feiern zu dürfen.

"Wenn diese Steine erzählen könnten, was würden sie uns wohl heute sagen?", fragte Helga Weiß und wünschte sich, dass die Kirche auch in Zukunft ein Haus Gottes bleibt, das die Menschen mit Leben, Glauben und Hoffnung erfüllen. Dank zollte sie all jenen, die an Vorbereitung und Gestaltung der Jubiläumsfeiern mitgewirkt haben.

Erhard Sommer erinnerte an die Geschichte der Stadtpfarrkirche und zeigte dabei zum Teil bislang unveröffentlichte Bilder aus der Chronik der Pfarrei. "Das war für unsere damalige Marktgemeinde eine aufregende Zeit", sagte Sommer über Planung und Bau der Stadtpfarrkirche. Sommer erwähnte auch die grundlegende Sanierung im Jahr 1977 ("Sie wurde dadurch heller und erheblich freundlicher"). Nicht zuletzt verwies Sommer darauf, dass im Jahr 1890 neben der Kirche auch das einstige Mädchenschulhaus erbaut wurde.

Kinderkirchenführer

Details zur einstigen Katholischen Mädchenschule lieferte Monika Beer-Helm, die ihr dazu mit Josef Reindl verfasstes Buch vorstellte (wir berichteten). Die Lehrerin betonte, dass die Klasse M 10 der Otto-Wels-Mittelschule derzeit an einem neuen Projekt arbeite. Geplant ist die Erstellung eines zwölfseitigen Kinderkirchenführers in einfacher Sprache.

Starke Symbole

"Wenn ich unseren Kirchturm von weitem sehe, dann weiß ich, ich bin zu Hause!", bekannte Bürgermeister Roland Grillmeier. "Die Kirche ist das Herz, das Zentrum unserer Stadt." Das Wahrzeichen der Stadt stehe für Glauben, Tradition, Heimat und Wertegefühl und habe die Menschen über Jahrhunderte geprägt. Es sei enorm wichtig, die Kirche als ein selbstgeschaffenes Stück Heimat auch in Zukunft zu bewahren. "Sie ist ein Zeichen der gelebten Gemeinschaft." Stadt und Pfarrei bildeten eine starke Gemeinschaft mit Stadtpfarrkirche und Rathaus als starken Symbolen. Zum Jubiläum überreichte Roland Grillmeier an Pfarrer Anton Witt ein Bild von Martin Göhl, das die Stadtpfarrkirche, das Rathaus und den "Schmied-Brunnen zeigt.

Im zweiten Teil des Abends gratulierten auch der evangelische Pfarrer Martin Schlenk und Wolfgang Hecht von der Kirchenverwaltung zum Jubiläum der Stadtpfarrkirche, ehe Helga Weiß zu einem Bilderrückblick durch das Kirchenjahr einlud. Mit dem kirchlichen Segen und dem Abendlied "Bleib bei uns Herr, die Sonne gehet nieder..." endete der offizielle Teil des Abends.
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