Dicht gedrängt im Süffikus-Rausch

Je später der Abend, umso ausgelassener die Stimmung: Beim 37. Starkbierfest verwandelte sich die Mehrzweckhalle in ein Tollhaus. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
01.03.2015
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Die Mehrzweckhalle platzte förmlich aus allen Nähten und präsentierte sich als Tollhaus: Als Besuchermagnet erwies sich am Samstag wieder das Starkbierfest des Mitterteicher Burschenvereins "Concordia". Die Veranstaltung ist längst Kult und lockte Gäste aus ganz Nordbayern an.

Pünktlich um 19 Uhr zapfte Bürgermeister Roland Grillmeier das erste Fass "Süffikus" der Brauerei Hösl an. Mit zwei Schlägen und einem "Sicherheitsschlag", wie er betonte, brachte er den begehrten Gerstensaft zum Fließen. Dabei assistierten "Miss Weißbier-Resi" Larissa Lindner sowie die Brauhaus-Chefs Michael Hösl und Jens Tschinkl.

85 Helfer im Einsatz

Festleiter Christoph Härtl hieß die Besucher willkommen - überwiegend junge Leute, viele davon gekleidet in Dirndln und Lederhosen. Rund 85 Helfer des Burschenvereins sorgten sich vor und hinter den Kulissen um das leibliche Wohl der Gäste. Rund 20 Damen sorgten allein an der Sektbar für große Umsätze - vor allem weibliche Besucher zogen das sprudelnde Getränk dem Starkbier vor. Ein 12-köpfiges Team eines Sicherheitsdienstes kümmerte sich darum, dass alles in einem geordneten Rahmen blieb. Nur in ein paar Ausnahmefällen musste die Truppe eingreifen. Mit 15 Kräften war auch die örtliche BRK-Bereitschaft vor Ort. Vor der Halle bildeten sich phasenweise lange Warteschlangen, der komplette Bereich im Umfeld des Gebäudes war zugeparkt.

Blasmusik und Schlager

Dass die Besucher schnell in Stimmung gerieten, war nicht nur ein Verdienst des "Süffikus", sondern auch der Musikgruppen. So spielte unter der Leitung von Oliver Lipfert die 31-köpfige Stadtkapelle auf, verstärkt durch Musiker aus dem ganzen Stiftland. Als Gesangssolisten traten auch Anja und Felix Dubrowski sowie Sonja Gradl auf. Im ersten Teil des Abends erklangen böhmische Märsche und weitere bekannte Blasmusikmelodien, später auch Oldies und alte Schlager.

Die Stadtkapelle wechselte sich mit dem "Oberpfälzer Buam-Express" ab, der beliebte Stimmungshits zum Besten gab. Kaum hatte das Trio jeweils zu spielen begonnen, sangen und schunkelten viele Besucher gleich mit, ganz ohne Aufforderung. Der Stimmungspegel nahm im Laufe des Abends immer weiter zu, phasenweise standen die Besucher massenhaft auf den Bänken und begleiteten johlend und klatschend die Lieder des "OBE", wie das Musiker-Trio in Kurzfassung heißt. Stärken konnten sich die kräftig feiernden Gäste mit deftigen Speisen und Brotzeiten. Im Angebot waren unter anderem Schnitzel, Leberkäse, Pfefferbeißer und Griebenfettbrote. Erst weit nach Mitternacht kehrte wieder Ruhe in der Halle ein. Die Burschen hatten auch am Sonntag alle Hände voll zu tun: Denn es galt, die Mehrzweckhalle für die Sportkurse am Montag wieder auf Vordermann zu bringen.
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