Ein Alarm jagt den nächsten

Schläuche ausrollen und kuppeln. Auch zweiter Bürgermeister Stefan Grillmeier überzeugte sich von der Arbeit des Feuerwehr-Nachwuchses. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
13.10.2014
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Keine Ruhe fanden die 24 Nachwuchs-Brandschützer der Feuerwehren Mitterteich, Pleußen und Großensterz während einer 24-Stunden-Schicht. Sie mussten sechs Einsätze bewältigen. Die Gesamtleitung hatte Jugendwart Johannes Schmid.

Die Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren hatten sich kaum im Feuerwehrgerätehaus Mitterteich versammelt, schon schrillte der Alarm: Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Hungenberg. Der Nachwuchs hatte bei der Übung die Aufgabe, unter fachkundiger Anleitung eine rund 600 Meter lange Zuwasserleitung, von der Wondreb zum Brandherd, zu legen. Die Strecke forderte den Jugendlichen alles ab. Sie waren rund eine Stunde im Einsatz. Doch machte es Freude, mit den älteren Kameraden der Wehren zu üben.

Zu den Beobachtern der Übung zählte auch zweiter Bürgermeister Stefan Grillmeier, der allen Wehren für ihre engagierte Jugendarbeit dankte.

Auch Theorie

Kaum wieder im Feuerwehrhaus angelangt, stand theoretischer Unterricht auf der Tagesordnung. Unbehagen erfüllte die Jugend, als plötzlich Dienstsport angekündigt wurde. Die jungen Brandschützer sollten sich zu einem 5000-Meter-Lauf umziehen. Aber daraus wurde nichts. Ein neuerlicher Alarm rief die Jugendlichen zu einer Personenrettung und einem Kohlensäureunfall. Nach der Rückkehr gab es Abendessen und einen Erste-Hilfe-Unterricht durch das örtliche Rote Kreuz. Gegen 22 Uhr wieder Alarm: Die Jugendlichen mussten zu einem Verkehrsunfall ausrücken.

Endlich wieder im Gerätehaus zurück, war Bettruhe angesagt. Aber nicht lange. Die Jungs wurden aus dem Tiefschlaf gerissen und mussten gegen 6 Uhr nach einem Verkehrsunfall einen eingeklemmten Menschen befreien. Eine heikle Aktion, da das Auto in Flammen stand.

Nach erfolgreicher "Mission" Frühstück, ehe erneut ein Alarm für Aufregung sorgte. Dieses Mal ein Fehlalarm. Danach galt es die Fahrzeuge zu reinigen. Doch bald mussten die Jugendlichen wieder ausrücken: Brand auf einer Freifläche. Nach dem Löschen ging es zurück ins Gerätehaus zum Mittagessen.

Gute Arbeit

Mit einer abschließenden Besprechung endete die 24-Stunden-Schicht, die das vielfältige Einsatzspektrum aufzeigte. Glücklich und zufrieden, gute Arbeit geleistet zu haben, machten sich die Jugendlichen auf den Heimweg. Eine Mütze Schlaf hatten sie sich jetzt verdient. Jugendleiter Johannes Schmid und sein Team zeigten sich mit den Leistungen der Jugend sehr zufrieden. "Die haben voll mitgezogen und waren höchst motiviert. Um unseren Feuerwehr-Nachwuchs ist mir nicht bange. Das sind alles tolle Kerle."
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